✦ Aufruf zur Umkehr und Wachsamkeit
Offenbarung 2,3–5
„Du hast Ausdauer gezeigt und um meines Namens willen gelitten und bist nicht müde geworden. Aber ich habe etwas gegen dich: dass du die erste Liebe verlassen hast. Denke nun daran, wovon du gefallen bist, tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn du aber nicht Buße tust, werde ich zu dir kommen und deinen Leuchter von seiner Stelle stoßen.“
Offenbarung 3,2–3
„Werde wach und stärke das Übrige, das im Begriff steht zu sterben; denn ich habe deine Werke nicht als vollkommen befunden vor meinem Gott. Denke daran, wie du empfangen und gehört hast, und halte daran fest und tue Buße! Wenn du aber nicht wachst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde.“
✦ Die ersten Werke
Die „ersten Werke“ sind die ersten Gebote.
Die zehn Gebote sind auf zwei Tafeln aufgeteilt:
• Die ersten fünf betreffen die Beziehung zu Gott
• Die zweiten fünf betreffen die Beziehung zu den Mitmenschen

✦ Was ging verloren?
1. Gebot
Die wahre Anbetung des Schöpfers:
→ seine Festzeiten und sein geordneter Opferdienst
2. Gebot
Treue und das Verständnis dessen, was Gott eifersüchtig macht
3. Gebot
Die Anerkennung Gottes – wer und wie er ist:
→ der Schöpfer und Erlöser in Jesus
→ der einzige Gott, der alles erschaffen hat und als Mensch kam, um sein Wort zu bestätigen und uns seine Treue und Liebe zu beweisen
4. Gebot
Der Ruhesabbat – das Zeichen zwischen Gott und seinen Nachfolgern:
→ Bundeszeichen der Liebe
→ von Gott eingeführt und selbst vorgelebt
5. Gebot
Selbsterkenntnis:
→ was wir sind und woher wir kommen
Gott ist der Schöpfer, der Geber des Lebens, anbetungswürdig und allmächtig.
Er erschuf den Menschen und wünscht sich, freiwillig angebetet zu werden.
Um diese Freiheit zu ermöglichen:
• verbirgt Gott seine Fähigkeiten hinter der Natur
• die Natur ist nicht unser Versorger, sondern Gott
Auch gilt:
→ Wir sind durch unsere Eltern geboren, aber Gott hat alles gewirkt
✦ Gottes Ordnung bleibt ewig
Psalm 7,12
„Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der täglich zürnt über den Frevler.“
4. Esra 4,37
„Nach Maß hat er die Zeiten geordnet und nach Zahl die Zeiten bestimmt; und er bewegt und verändert sie nicht, bis das festgesetzte Maß erfüllt ist.“
Apostelgeschichte 17,30–31
„So hat nun Gott alle Menschen daran erinnert, dass sie überall Buße tun sollen; denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die Welt mit Gerechtigkeit richten wird durch den Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben an ihn durch die Auferstehung von den Toten bezeugt.“
2. Thessalonicher 2,8
„Dann wird der Gesetzlose offenbar werden, den der Herr durch den Hauch seines Mundes vernichten wird und durch die Erscheinung seiner Ankunft.“
✦ Warnung vor falschem Glauben
Matthäus 7,21–23
„Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Himmelreich eingehen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wunderwerke getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“
✦ Angriff auf Gottes Ordnung
Der Böse will Gesetze und Festzeiten verändern – doch Gott bleibt treu und hält seinen Plan.
Daniel 7,25
„Er wird lästernde Worte reden gegen den Höchsten und die Heiligen des Höchsten aufreiben und wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Hand gegeben werden eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.“
Daniel 9,27
„Und er wird vielen den Bund für eine (Jahr)Woche schwer machen; und mitten in der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer abschaffen, und auf das abscheuliche verheerende Ding wird ein Verwüster kommen, bis zum Ende, das fest bestimmt ist, wird es ausgießen auf den Verwüster.“
✦ Prüfung und Verführung
Weisheit 5,7–8
„Denn die Gerechten werden geprüft, wie Gold im Feuer, und ihre Wege werden geprüft, während sie in Geduld ausharren, bis das Ende offenbar wird.“
2. Thessalonicher 2,3–4
„…damit euch niemand verführt in irgendeiner Weise! Denn es muss zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbar werden, der Sohn des Verderbens, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott heißt oder Heiligtum heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausgibt, Gott zu sein.“
Der dritte Tempeln in Jerusalem wird vom Antichristen missbraucht werden
Johannes 5:43, wo Jesus selbst spricht:
„Ich bin in meinem Namen zu euch gekommen, und ihr nehmt mich nicht an; ein anderer wird kommen in seinem eigenen Namen, den werdet ihr annehmen.“
Die Wiederaufnahme des Tempeldienstes in Jerusalem richtet sich nicht automatisch nach den ursprünglichen Geboten Gottes. Ebenso sind viele moderne Interpretationen verschiedener Kirchen nicht im Einklang mit dem, was Gott ursprünglich verordnet hat. Opferkult und Rituale spiegeln nicht immer die ursprünglichen Anweisungen Gottes wider.
An den Früchten werdet ihr sie erkennen: Die Früchte sind die Gebote Gottes.
Der wahre Sabbat ist ein Ruhetag, der nicht als Versammlungstag missbraucht werden darf.
Hesekiel 22,26
„Und ihre Priester haben mein Gesetz entweiht und meine heiligen Dinge geschändet; sie haben nicht unterschieden zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen, und sie haben den Unterschied zwischen dem Unreinen und dem Reinen nicht gekannt; und sie haben ihre Augen vor meinen Sabbaten verhüllt, so dass ich unter ihnen entheiligt werde.“
Trotzdem kommt das Wort aus dem Jüdischen Volk und Israel ist die Kulisse göttlicher Offenbarung.
1. Thessalonicher 5,21
„Prüft aber alles und das Gute behaltet.“
✦ Der Mensch im Plan Gottes
Gott hat erschaffen:
→ Himmel und Erde
→ Zeit und Raum
→ Gebote und Festzeiten
Alles für den Menschen.
Sogar die Engel:
→ dienen uns
→ überwachen und prüfen uns
Hebräer 1,14
„Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen?“
1. Mose 1,26–28
„ Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen in unserem Bild, uns ähnlich; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles, was sich auf der Erde regt. Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich auf der Erde regt.“
Psalm 8,4–6
„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig niedriger gemacht als Gott und mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht; alles hast du unter seine Füße gelegt.“
✦ Sich selbst im Plan Gottes erkennen
Wir sind dieser «Menschen Sohn» die Nachkommen von Adam und Eva – Alles wurde für uns erschaffen.
Der Mensch ist:
→ Gottes Meisterwerk
→ noch nicht vollendet
Dieses Äon (Weltzeit) ist:
→ eine begrenzte Zeit
→ eine Zeit der Gnade
→ eine Zeit der Entscheidung und Umkehr
Gott ermöglicht:
→ freien Willen
→ echte Liebe
Darum:
→ verbirgt er seine Herrlichkeit
→ drängt sich uns nicht auf
Am Ende:
→ Festgesetzter Tag des Gerichts
→ ewiges Leben für die, die ihn erkannt haben.
→ es folgt ewiges Leben in Frieden und voller Erkenntnis
→ und wir folgen unserer Bestimmung, vermehren uns und herrschen über die neue Erde mit seiner Hilfe
→ zweiter Tod für die, die ihn abgelehnt haben. Zuvor aber die gerechte Bestrafung, nämlich das sie sehen, was ihnen entgeht.
Jesus wird sich dann offenbaren als:
→ allmächtiger Schöpfer und Erlöser
Seine Gebote:
→ werden vollständig erkannt
→ bringen wahren Frieden
Jakobus 1,18
„Mit freiem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit gezeugt, damit wir gleichsam die Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe seien.“
2. Timotheus 4,8
„Nun aber wartet mir der Kranz der Gerechtigkeit, den mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird; nicht nur mir, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.“
✦ Leben und Auftrag auf der neuen Erde
Auf der neuen Erde werden wir eine Krone als Belohnung für treue Nachfolge und Ausdauer erhalten. Außerdem bekommen wir den Auftrag, über die Schöpfung im Einklang mit Gottes Ordnung zu herrschen. Wir werden uns vermehren und unsere Nachkommen nach den von Gott gegebenen Prinzipien führen. Die Gebote Gottes und Seine festgesetzten Zeiten werden für Ewigkeit bestehen bleiben, als unveränderliche Grundlagen der Gemeinschaft zwischen Gott und Seinen Nachfolgern.
2. Petrus 3,13 (Deutsch)
„Wir warten aber auf neue Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“
Johannes 12,24
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.»
4. Buch Esra (2. Esdras) 7,43–44
„Der Tag des Gerichts wird das Ende dieser Welt (Äon) sein und der Beginn vieler unvergänglicher Äonen – in der die Vergänglichkeit vorüber ist, die Unsterblichkeit vollendet, der Unglaube abgeschafft, die Gerechtigkeit gewachsen und die Wahrheit offenbar geworden ist.“
✦ Tempeldienst, Feste und Sabbat
Der ursprüngliche Opferdinst zeigte:
→ die Zeiten der Anbetung an
→ werden vom Neumond abgezählt
Die Feste:
→ sind äußere Zeichen der Anbetung
Der Ruhe Sabbat:
→ persönliches Zeichen
→ innere Zugehörigkeit
Hesekiel 20,20
„Und heiligt meine Sabbate, damit sie ein Zeichen sind zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich der YHWH, euer Gott, bin.“
YHWH bedeutet: „Ich bin, der ich bin.“
✦ Wahre Anbetung und Erkenntnis Gottes
Johannes 4,23–26
„Es kommt aber die Stunde, und sie ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. Die Frau spricht zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der Christus genannt wird; wenn jener kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: YHWH – Ich bin es, der mit dir redet.“
Offenbarung 1,8
„Ich bin das A und das O“ – spricht Gott, der Herr – „der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.“
Jesaja 44,6
„So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: ‚Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, außer mir gibt es keinen Gott.‘“
Johannes 10,30
„Ich und der Vater sind eins.“
Jesaja 9,5
„Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunder-Rat, Starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.“
✦ Schlusswort: Zurück zu den ersten Werken
Wir leben in der Zeit:
→ der Gnade
→ der Umkehr
Darum:
→ ermahnen wir einander
→ erinnern uns an die ersten Werke
Wir sollen:
• die Versammlungen richtig platzieren
• sie nicht versäumen
• mit demütigem Herzen kommen
Und:
→ den wahren Sabbat wieder als Ruhetag respektieren
Daniel 9,3–5
„Und ich richtete mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen mit Gebet und Flehen, mit Fasten und in Sack und Asche. Und ich betete zu dem HERRN, meinem Gott, und bekannte und sprach: Ach, Herr, du großer und furchtbarer Gott, der den Bund und die Güte denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten: Wir haben gesündigt und Unrecht getan und sind gottlos gewesen und haben uns empört und sind von deinen Geboten und von deinen Rechtsbestimmungen abgewichen.“
Am Ende bleibt ein klarer Ruf: zurück zu den ersten Werken. Nicht menschliche Ergänzungen, sondern das, was von Anfang an von Gott gegeben wurde – seine Gebote, seine Ordnung und seine Zeiten.
Die ersten Werke führen uns zurück:
→ zur wahren Anbetung
→ zur echten Erkenntnis Gottes
→ zu einem Leben im Gehorsam und in Liebe
Es ist ein Ruf zur Umkehr, zur Erneuerung des Herzens und zu einer lebendigen Beziehung mit unserem Schöpfer. Gott hat seinen Weg nie verändert. Er ist treu – und seine Ordnung bleibt bestehen. Darum lasst uns wachsam sein, uns gegenseitig stärken und nicht müde werden, das zu tun, was von Anfang an gut und richtig war.
Die ersten Werke sind das Fundament, zu dem wir zurückkehren sollen.
Möge Gott uns Kraft, Geduld und Ausdauer schenken, damit wir auf diesem Weg bleiben – unter seinem Segen. 🙏💛
