Häppy Rüsttag 🌿
Die zweite Hälfte des Jahres
Wir sind jetzt in der Mitte des Jahres angekommen.
Damit kommen wir in die zweite Hälfte des Jahres – in die etwas dunklere und kühlere Hälfte. Für die einen ist das ein Grund zum Aufatmen.
Für andere, die gerne barfuß unterwegs sind, ist mit dieser Veränderung vielleicht auch ein wenig Wehmut verbunden.
Die vier biblischen Feste des Schöpferkalenders liegen jeweils am Beginn einer neuen Saison. Und so steht nun das Herbstfest vor der Tür.
Jesus und der Versöhnungstag
Im Herbst ist vor „knapp“ 2000 Jahren auch Jesus in Bethlehem geboren – nach unserem Verständnis genau in der Nacht vom neunten auf den zehnten Tag des siebten Monats.
Dieser Tag ist ein ganz besonderer Tag im jüdischen Kalender:
der Versöhnungstag.
An diesem besonderen Tag hatte der Hohepriester die Aufgabe, das Blut des Sündopfertieres ins Allerheiligste zu bringen und es auf die Deckplatte der Bundeslade zu sprengen, genauer gesagt auf die Vorderseite der Deckplatte. Danach wurde das Blut siebenmal vor die Deckplatte gesprengt.
Es war ein Ritual, um vor Gott Sühne zu erwirken und um Versöhnung zu bitten.
Es war ein Tag, an dem das ganze Volk demütig seine Sünden bereuen und sich vor Gott beugen sollte. Denn Sünde trennt von Gott, und wir brauchen seine Vergebung, um uns ihm wieder anzunähern.
Es ist auch ein Zeichen dafür, dass es ein Opfer braucht, um die Ordnung wiederherzustellen.
Das Opfer ist das das Leben das durch den Tod begrenzt ist.
Das Opfer ist das das Leben, das durch den Tod begrenzt ist
Damit wir frei wählen können, ob wir Gott zurücklieben möchten, hat Gott dieses vergängliche Äon geschaffen.
Der Tod hat seinen Sinn und Zweck.
Denn es braucht ein Ende, damit etwas Neues beginnen kann.
Darum hatte Gott auch zu Adam gesagt: Wenn du von der Frucht isst, dann musst du sterben.
Denn in dem Moment, in dem Adam und Eva mündig wurden und ihren freien Willen, selbst zu entscheiden, einforderten, erschuf Gott eine Zeitspanne, in der er ihnen dies gewährte.
Eine Zeit, in der sie frei wählen durften, ob sie Gott zurücklieben und ihn als Schöpfer anbeten wollten oder nicht.
Eine Zeitspanne, in der sich Gott zurückzog, um unsere freie Entscheidung zu ermöglichen.
Eine Zeit der Versuchung und Bewährung.
Er schuf eine begrenzte Zeit zu lernen und auch umzukehren.
Wenn wir das verstanden haben, dann verstehen wir auch, dass es den Tod braucht.
Wenn wir also ein Fleischopfer bringen, ist das ein Ausdruck unseres Vertrauens in seinen Plan. Wir erkennen damit an, dass der Tod zum vergänglichen Äon gehört und dass Gott selbst daraus etwas Neues entstehen lassen wird.
Wir müssen uns vor dem Tod nicht fürchten, wenn wir den Plan Gottes erkennen
Auch wir brauchen uns vor unserem eigenen Tod nicht zu fürchten, wenn wir den Plan Gottes erkennen und darauf vertrauen, dass er einen guten Plan mit uns hat.
Wir können aber nicht irgendein Opfer bringen.
Die Vorgaben für das Opfertier waren klar vorgegeben. Es brauchte ein bestimmtes Alter. Es durfte keine Makel aufweisen, musste gesund und ohne Gebrechen sein, also makellos und rein. Das bedeutete, dass es ein Schaf, ein Rind oder eine Ziege sein musste.
Es musste rein und makellos sein.
Wenn wir dieses Bild beginnen zu verstehen, erkennen wir, dass es symbolisch auf unser Leben bezogen auch bedeutet, dass das Sterben allein nicht den Preis der Sünde bezahlt. Sondern dass es auch einen angemessenen Lebenswandel erfordert, um ein angemessenes Opfer zu sein.
Das bedeutet für uns auch, dass unser Leben möglichst rein sein soll. Wir können nicht einfach leben, wie wir wollen, und gleichzeitig bewusst in völliger Sünde verharren. Sondern wir sollen regelmäßig Buße tun, immer wieder unsere Entscheidung für Gott erneuern und ein Leben führen, das möglichst frei von Sünde ist.
Der Versöhnungstag ist speziell von Gott dafür gemacht, das wir uns regelmässig überprüfen.
Es braucht also nicht nur den Tod, sondern auch ein ausgereiftes, hingegebenes Leben.
Das lebendige Opfer
Dass wir den Opferdienst so auslegen sollen, finden wir auch in der Bibel beschrieben.
Römer 12,1:
„Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist.“
Unser eigenes Opfer finden wir also im Priesterdienst bildlich wieder – und zwar im Blut des Opferlammes.
Im Leben, im Tod und in der Auferstehung sollen wir Yahushua nachfolgen, so wie wir es bei der Taufe gelernt haben.
Denn das Blut steht in der Bibel für das Leben – für die Lebenskraft und das Leben der Seele. Der Hohepriester bringt dieses Blut bis ins Allerheiligste – an den Ort, an dem Gott wohnt.
Die Bundeslade enthält die Tafeln mit den Zehn Geboten, das Manna und den Stab Aarons. Sie steht in besonderer Verbindung mit der Gegenwart und Herrschaft Gottes.
Der Hohepriester trägt das Blut symbolisch in die Gegenwart Gottes.
Und genau darin sehe ich ein Bild dafür, dass auch Yahushua uns hinübertragen wird ins ewige Leben mit ihm.
Das Opfer Jesu verstehen
Yahushua hat uns als Mensch vorgelebt, dass wir uns selbst vor dem schlimmsten Tod nicht fürchten sollen. Und selbst im Angesicht des Todes sollen wir ihm vertrauen, dass er uns ewiges Leben schenken kann. Das hat er uns bewiesen, indem er auferstanden ist und dies von vielen bezeugt wurde. Er hat uns also bewiesen, dass er sich komplett in unser Menschsein einfühlen kann.
Dass er nichts von uns verlangt, was er nicht selbst aus Liebe für uns tun würde.
Er hat sich auf unsere Stufe heruntergelassen.
Er ist Gott. Er kann das.
Warum Gott Mensch wurde
Für Gott war es die einzige Möglichkeit, uns seinen Willen zu offenbaren, ohne uns den freien Willen zu nehmen.
Denn er musste sich hinter dem Menschsein verstecken.
Denn wenn er sich als Gott allen offenbart hätte, hätten alle ihn angebetet, weil sie sich ihrer Abhängigkeit bewusst gewesen wären.
So aber konnte er als Mensch unter uns leben und uns zeigen, wie ein Leben mit Gott aussehen kann, ohne unseren freien Willen zu zerstören.
Wenn wir Jesus erkennen, erkennen wir uns selbst
Wenn wir also Jesus als das erkennen, was er ist, dann finden wir den Sinn des Lebens.
Also: warum Gott die Menschen erschaffen hat.
Wenn wir das Opfer Jesu ganz verstanden haben, erkennen wir uns selbst – als Teil seines Plans.
Gott will den Menschen erschaffen: ein Wesen, das ihn zurücklieben kann und frei entscheiden darf, ob es das möchte.
Ein Wesen, das ihm ähnlich ist, das das Wesen des Meisters widerspiegelt.
Aber es ist ihm nur ähnlich, niemals ihm gleich.
Denn er ist der Schöpfer, wir sind sein Geschöpf.
Wir schöpfen auch gerne, aber alles nur, weil er es so gemacht hat.
Er ist der einzige Gott, der Erste und der Erschaffer von allem.
Er hat das Gute und das Böse erschaffen, aber das Böse nur für eine begrenzte Zeit.
Wie genial ist das alles!
Er ist einfach genial.
Das Leben, aber auch der Opferdienst – und wie er seinen Plan darin versteckt hat.
Damit die, die möchten, es herausfinden können.
Und die, die das nicht möchten, sind mit demselben Zirkus beschäftigt – zu ihrem Verderben.
Zurück zum Bild des Priesterdienstes
Jesus ist nicht nur das perfekte Opfer und Vorbild, sondern er ist auch der Hohepriester, der das Blut hinüberträgt ins Allerheiligste.
Darum wird er uns durch den Tod hindurch ins ewige Leben bringen.
Das größte Geschenk
Der Geburtstag Jesu fällt nach diesem Verständnis auf diesen besonderen Tag der Versöhnung – von Gott selbst gewirkt.
Und das ist für mich einer der größten Beweise seiner Liebe.
Denn Gott hat sich nicht einfach von außen in sein Schöpfungswerk eingemischt.
Gott hat sich selbst mit Haut und Haar in sein eigenes Projekt „Ich erschaffe Menschen“ hineingegeben.
Der Schöpfer wird Teil seiner Schöpfung.
Das ist für mich Weihnachten.
Er ist die Hoffnung, an der wir uns festhalten können.
Er gibt unserem Leben, das manchmal ein Kampf ist, einen Sinn.
Er tröstet uns, und wir können ihm vertrauen.
Er ist bei uns bis ans Ende.
Er begleitet uns hinüber und bringt uns ins ewige Paradies, an den Ort unserer Bestimmung.
Es ist aber freiwillig, ob wir dorthin möchten.
Denn Liebe kann nicht erzwungen werden.
Wenn Gott einen besonderen Tag für sein Menschwerden auserwählt hat, dann ist das für mich ein ganz besonderes Geschenk.
Dieses Geschenk zu feiern, ist Weihnachten.
Diese geweihte Nacht – die Nacht vom neunten auf den zehnten Tag im siebten Monat – jährlich zu gedenken, bedeutet für mich, mich daran zu erinnern, was Gott für uns getan hat.
Und genau deshalb möchte ich diese Nacht nicht einfach als irgendeinen Tag im Kalender betrachten.
Ich möchte mich erinnern an Hoffnung, Versöhnung, Hingabe, Tod, Auferstehung und ewiges Leben.
Die Weihnachtsgeschichte
Lukas 2,8–14
Und es waren Hirten in jener Gegend, die auf freiem Felde blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde.
Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit großer Furcht.
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird.
Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt.
Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.
Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott lobten und sprachen:
Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens!
Und ganz praktisch erklärt
Am Montag, dem 21. September 2026, beginnt am Abend der Versöhnungstag. Er wird außergewöhnlicherweise vom Abend bis zum nächsten Abend gefeiert. Im Schöpferkalender ist es der 9. Tag im 7. Monat, und darum ändert sich das Datum jedes Jahr im Gregorianischen Kalender. Wenn du aber an diesem Abend den Mond siehst, dann weißt du, dass er genau gleich vom Himmel leuchtete, als Jesus geboren wurde.
Wir werden zusammen die Weihnachtsgeschichte lesen und auch etwas über das jüdische Fest der Versöhnung sprechen. In dieser Zeit nehmen wir uns als Familie Zeit, uns aktuellen Fragen zu stellen.
Meistens essen wir an diesem Abend eine feine Suppe, die wir gemeinsam zubereiten.
Am Dienstag, dem 22. September, haben alle in unserer Familie, die können, frei genommen.
Wir beginnen den Tag mit Ausschlafen und lassen jedem die Zeit, das Gehörte und Gelernte zu verarbeiten und selbst zu entscheiden, was er auf dem Herzen hat und wie er sein Fasten und seine Demut zum Ausdruck bringen möchte.
Zum Beispiel: keine Schokolade, keine Medien …
Gott hat schließlich auch auf seine Herrlichkeit verzichtet, als er Mensch wurde.
Was lenkt uns vom Wichtigen im Leben ab?
Bei jedem ist es etwas anderes.
Wir sollen uns an diesem Tag Zeit nehmen, uns zu reflektieren und Gott zu fragen, wo wir noch sündiges Verhalten haben, das wir ablegen sollten.
Gemeinsam am Feuer
Am Nachmittag werden wir dann im Garten ein Feuer anzünden und gemeinsam bräteln.
Auch noch einmal eine Gelegenheit, darüber zu sprechen, wie wir diesen Tag erlebt haben und was wir in unserem Leben zukünftig verbessern möchten.
Dabei erinnern wir uns symbolisch an das Opfertier, das an diesem Tag im Vorhof des Tempels für unsere Sünden geschlachtet wurde.
Wir versuchen zu begreifen, dass Gott uns mit seinen Festritualen etwas aufzeigen möchte. Nämlich, dass er uns Zeit gibt, umzukehren und auch neu beginnen zu können.
Der Versöhnungstag soll jährlich zur bestimmten Zeit eingehalten werden und uns bewusst machen, dass wir einen Lösungsweg brauchen. Dass wir Versöhnung brauchen. Dass wir Gott brauchen.
Gott hat diesen besonderen Tag als seinen Geburtstag ausgewählt.
Denn er streckt seine Hand nach uns aus, um uns diesen Lösungsweg aufzuzeigen. Er liebt uns und möchte uns unsere Sünden vergeben. Er möchte uns helfen, aus unserem sündigen Verhalten hinauszukommen. Er will uns die Kraft geben, uns zu verändern, damit unser ganzes Leben ihm immer mehr wohlgefallen kann.
Die Hirten am Feuer
Wir erinnern uns auch an die Hirten, die an diesem Tag zum Stall kamen und die junge Familie mit ihren Gaben beschenkten.
Bestimmt hatten sie auch in der Nähe des Stalls ein Feuer angezündet und ein Opferlamm gebraten und genau so wie wir ums Feuer gesessen und versucht zu begreifen, was sie Wunderbares erlebt hatten.
Warum erzähle ich dir das alles?
Ich forsche zusammen mit Meiner Familie und Freunden schon seit fast 20 Jahren nach dem ursprünglichen Kalender des Schöpfers.
Durch die ursprüngliche biblische Zählweise nach dem Mond ist es uns möglich, Ereignisse der Bibel korrekt zuzuordnen.
Jahr für Jahr haben wir dazugelernt.
Und wie könnte ich dir nicht davon erzählen?
So viel Freude und Kraft kann ich aus diesem Wissen schöpfen.
Zu wissen, wann der Geburtstag von Jesus ist, macht das Feiern für mich so viel sinnvoller …
Und es noch mit den jüdischen Traditionen des Alten Testaments zu verbinden, eröffnet eine neue und tiefere Perspektive.
Einen wunderbaren Schatz.
Ein Geschenk, das ich gratis erhalten habe und darum auch gratis weitergeben möchte.
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