Hallihallo zusammen 😊
Wie die meisten von euch wissen, haben wir zurzeit junge Hundewelpen im Haus. Die süßen Kleinen haben mich in letzter Zeit ziemlich zum Nachdenken gebracht …
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mensch und Tier?
Beim Beobachten ist mir eine spannende Frage gekommen: Tiere folgen oft einfach ihrem Instinkt – doch wir Menschen haben die Fähigkeit, bewusst zu entscheiden. Aber was bedeutet das eigentlich für unser Leben und unseren Glauben?
Ich bin dabei auf einen Gedanken gestoßen, den ich sehr interessant fand: Dass wir Menschen in gewisser Weise vor einer tieferen inneren Entscheidung stehen als Tiere.
Daraufhin habe ich meine Gedanken in diesem Brief festgehalten – ein spannendes Thema, das ich gern mit euch teilen möchte.
viel Freude beim lesen wünsche ich euch.
Tonja
„Mehr als Instinkt – Die unsichtbare Prüfung“
Was unterscheidet einen Menschen von einem Tier?
Ist es nicht so, dass der Mensch in seinen Entscheidungen gegenüber seinen fleischlichen Trieben erhaben ist?
Ein Tier jedoch folgt seinem Instinkt, selbst wenn es unseren Befehlen gehorcht – wie ein Hund, der sich seinem Meister als Rudelführer unterordnet. Er lernt durch Wiederholungen, den Kommandos seines Meisters treu zu folgen, selbst wenn sie gegen seinen Trieb gehen.
Doch bei Abwesenheit des Meisters wird es nicht von sich aus diese Befehle umsetzen. Das Gelernte wird schnell vergessen, und das Wesen kehrt zu seinen Trieben zurück. Übrig bleiben nur vereinzelte Gewohnheiten.
Der Mensch hingegen – seine Seele ist fähig, sich seinen Trieben bewusst zu widersetzen. Dabei sind nicht alle Triebe schlecht. Schließlich sind Seele und Körper untrennbar vereint. Denn die Seele kann nicht ohne den Körper existieren, und der Körper kann nicht ohne die Seele leben. Wir können aus Gehorsam und Gewohnheit gute Tugenden etablieren, aber auch aus bewusster, eigener Entscheidung das Gute wählen. Dabei müssen wir uns nur kurz fragen, was das Gute ist. Meistens wissen wir es eigentlich ziemlich genau. Denn Gott hat die zehn Gebote in unser Herz geschrieben.
Das Gute zu wählen ist ein Lebenswandel nach den Vorstellungen des Schöpfers. Liebe, Friede und Mitgefühl für unsere Nächsten – und das gegen unseren Trieb, der manchmal gern „zurückschlagen“ möchte. Dabei müssen wir verstehen: Liebe ist nicht nur ein Gefühl, sondern eine Entscheidung des Herzens. Genauso ist der Glaube an Gott eine freiwillige Entscheidung des Herzens. Das Gute zu wählen beinhaltet also auch, Gott mit seinem ganzen Verstand und seiner ganzen Kraft zu lieben – und dann seinen Nächsten genauso wie sich selbst. Es sind also zwei Aspekte zu berücksichtigen:
Eine sichtbare Umsetzung im Leben, im Frieden nach seinen Geboten,
und eine unsichtbare, bewusste, freiwillige Entscheidung, deren Kraft über die Gewohnheit hinaus bestehen bleibt.
„Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“
— Jakobus 2,26
Wenn ein Tier lernt, aus Gehorsam Befehle seines Meisters umzusetzen, scheint doch seine Fähigkeit bei Abwesenheit des Meisters nach und nach zu schwinden. Der Mensch jedoch, der zu Größerem bestimmt ist, unterliegt einer ähnlichen Prüfung. Er wurde dazu bestimmt, über diese Erde und alles, was darauf lebt, zu herrschen. Werden wir gut für alles sorgen? Verantwortungsbewusst und respektvoll mit allem umgehen und auch unsere Kinder weise führen und unterrichten? Die „Abwesenheit des Meisters“ zeigt sich darin, dass Gott uns diese wunderbare Welt und all ihre Gegebenheiten überlassen hat, sich selbst aber vor unseren Augen – und auch teilweise vor unserer Vernunft – verborgen hält.
Wo ist Gott? Gibt es ihn überhaupt?
Es scheint unseren Verstand zu übersteigen. Doch sehen wir die wunderbare Welt, all seine Geschöpfe und den Menschen, dann können wir nicht leugnen: Da ist etwas, das unendlich viel größer sein muss, wenn es all das gibt.
Ein kleines Beispiel in einfacher Sprache:
Wenn ein Kuchen auf dem Tisch steht, fein duftend, echt … Dann ist das ein klarer Beweis, dass es einen Bäcker gibt. Der Kuchen hat sich nicht selbst gebacken. Und so viel größer der Bäcker dem Kuchen gegenüber ist, so viel größer ist Gott uns Menschen gegenüber. Der Kuchen sollte sich nicht über den Bäcker erheben und sagen, dass er größer sei als sein Schöpfer! Aber der Bäcker ist stolz auf seinen Kuchen, wenn er gut gelungen ist, denn der Kuchen widerspiegelt die Genialität seines Schöpfers. Der Kuchen jedoch, der misslingt, landet im Abfalleimer – ein missratenes Produkt, das im Nachhinein niemand vermisst. Man kann in komplizierter Sprache versuchen, den Sinn des Lebens, die Bestimmung des Menschen oder die Idee Gottes zu erklären, oder einfache Bilder des Alltags verwenden. So oder so: Es erfordert unser Ringen in unseren Gedanken, damit wir uns von triebgesteuerten Tieren unterscheiden. Bewusste, gute Entscheidungen, die über unsere aktuellen Befindlichkeiten hinausgehen. Nicht gegen unseren Körper, sondern mit ihm zusammen das Gute wählen: Liebe und Dankbarkeit, Demut gegenüber Gott und Liebe zu unseren Mitmenschen – alles in Geist und Wahrheit, also in der Bewusstheit und im Ausdruck unseres Handelns.
Unsere Lebenszeit ist uns gegeben, um das Wesen unserer Seele zu offenbaren. Gott sieht und prüft alle unsere Taten – ebenso unsere Gedanken. Dabei können wir nicht verhindern, dass schlechte Gedanken wie Vögel über uns kreisen, aber wir können verhindern, dass sie Nester auf unseren Köpfen bauen.
Aber warum ist das so anspruchsvoll – und wozu das alles?
Weil wir dazu bestimmt sind, diese Welt zu verbessern und ewiges Leben zu erben. Wenn du täglich „das Gute“ wählst, also ein Leben nach Gottes Vorstellungen lebst, wirst du diese Welt verbessern. Wenn du auch die unsichtbare Komponente ergreifst – also an Gott glaubst und eine Liebesbeziehung zu ihm aufbaust –, dann wirst du nach deinem Tod ewiges Leben als Geschenk erhalten.
Es reicht nicht aus, nur ein guter Mensch zu sein.
Schau: Wie viele Blätter hängen am Baum? Wie viele Blätter braucht eine Frucht, um reifen zu können? Wenn du ein guter, rücksichtsvoller Mensch bist, aber es versäumst, nach Gott zu fragen, bist du wie ein wertvolles Blatt am Baum, das im Herbst verschwindet. Wenn du jedoch die Verheißung in Jesus ergreifst, dann wirst du zur Frucht. Dann bist du ein von Gott auserwählter Erstling, der auf der neuen Erde noch viele Nachkommen haben darf.
Bist du eine Frucht oder ein Blatt?
Hier findest du alle Bibelverse zu diesem Thema aufgelistet:
Bibelverse zum Text: „Mehr als Instinkt – Die unsichtbare Prüfung“
🌾 Frucht bringen
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.“
— Johannes 12,24
🌱 Erstlinge
„Nach seinem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien.“
— Jakobus 1,18
👑 Erben der Verheißung
„Gehörst du aber Christus an, so bist du Abrahams Nachkomme und nach der Verheißung Erbe.“
— Galater 3,29
„Vergeltet nicht Böses mit Bösem … sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, Segen zu erben.“
— 1. Petrus 3,9
✋ Glaube & Werke
„Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“
— Jakobus 2,26
🌍 Neue Erde & neuer Himmel
„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen…“
— Offenbarung 21,1
„Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet… sie werden vergehen, du aber bleibst… wie ein Gewand wirst du sie zusammenrollen… und sie werden verwandelt werden.“
— Hebräer 1,10–12
❤️ Das höchste Gebot
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen … und deinen Nächsten wie dich selbst.“
— Matthäus 22,37–39
🌿 Auftrag an den Menschen
„Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!“
— 1. Mose 1,28
⚖️ Gericht Gottes
„Denn Gott wird jedes Werk vor Gericht bringen, samt allem Verborgenen…“
— Prediger 12,14
🕊️ Anbetung in Wahrheit
„Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“
— Johannes 4,24
🕊️ Engel und unsere Stellung
„Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen?“
— Hebräer 1,14
„Alles hast du unter seine Füße getan. Denn indem er ihm alles unterworfen hat, ließ er nichts übrig, das ihm nicht unterworfen wäre; jetzt aber sehen wir noch nicht, dass ihm alles unterworfen ist.“
— Hebräer 2,8
„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?
Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel
und hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.“
— Psalm 8,5–6




