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„Mehr als Instinkt – Die unsichtbare Prüfung“

Hallihallo zusammen 😊

Wie die meisten von euch wissen, haben wir zurzeit junge Hundewelpen im Haus. Die süßen Kleinen haben mich in letzter Zeit ziemlich zum Nachdenken gebracht …

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mensch und Tier?

Beim Beobachten ist mir eine spannende Frage gekommen: Tiere folgen oft einfach ihrem Instinkt – doch wir Menschen haben die Fähigkeit, bewusst zu entscheiden. Aber was bedeutet das eigentlich für unser Leben und unseren Glauben?

Ich bin dabei auf einen Gedanken gestoßen, den ich sehr interessant fand: Dass wir Menschen in gewisser Weise vor einer tieferen inneren Entscheidung stehen als Tiere.

Daraufhin habe ich meine Gedanken in diesem Brief festgehalten – ein spannendes Thema, das ich gern mit euch teilen möchte.

viel Freude beim lesen wünsche ich euch.

Tonja

„Mehr als Instinkt – Die unsichtbare Prüfung“

Was unterscheidet einen Menschen von einem Tier?

Ist es nicht so, dass der Mensch in seinen Entscheidungen gegenüber seinen fleischlichen Trieben erhaben ist?

Ein Tier jedoch folgt seinem Instinkt, selbst wenn es unseren Befehlen gehorcht – wie ein Hund, der sich seinem Meister als Rudelführer unterordnet. Er lernt durch Wiederholungen, den Kommandos seines Meisters treu zu folgen, selbst wenn sie gegen seinen Trieb gehen.

Doch bei Abwesenheit des Meisters wird es nicht von sich aus diese Befehle umsetzen. Das Gelernte wird schnell vergessen, und das Wesen kehrt zu seinen Trieben zurück. Übrig bleiben nur vereinzelte Gewohnheiten.

Der Mensch hingegen – seine Seele ist fähig, sich seinen Trieben bewusst zu widersetzen. Dabei sind nicht alle Triebe schlecht. Schließlich sind Seele und Körper untrennbar vereint. Denn die Seele kann nicht ohne den Körper existieren, und der Körper kann nicht ohne die Seele leben. Wir können aus Gehorsam und Gewohnheit gute Tugenden etablieren, aber auch aus bewusster, eigener Entscheidung das Gute wählen. Dabei müssen wir uns nur kurz fragen, was das Gute ist. Meistens wissen wir es eigentlich ziemlich genau. Denn Gott hat die zehn Gebote in unser Herz geschrieben.

Das Gute zu wählen ist ein Lebenswandel nach den Vorstellungen des Schöpfers. Liebe, Friede und Mitgefühl für unsere Nächsten – und das gegen unseren Trieb, der manchmal gern „zurückschlagen“ möchte. Dabei müssen wir verstehen: Liebe ist nicht nur ein Gefühl, sondern eine Entscheidung des Herzens. Genauso ist der Glaube an Gott eine freiwillige Entscheidung des Herzens. Das Gute zu wählen beinhaltet also auch, Gott mit seinem ganzen Verstand und seiner ganzen Kraft zu lieben – und dann seinen Nächsten genauso wie sich selbst. Es sind also zwei Aspekte zu berücksichtigen:
Eine sichtbare Umsetzung im Leben, im Frieden nach seinen Geboten,
und eine unsichtbare, bewusste, freiwillige Entscheidung, deren Kraft über die Gewohnheit hinaus bestehen bleibt.

„Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“
— Jakobus 2,26

Wenn ein Tier lernt, aus Gehorsam Befehle seines Meisters umzusetzen, scheint doch seine Fähigkeit bei Abwesenheit des Meisters nach und nach zu schwinden. Der Mensch jedoch, der zu Größerem bestimmt ist, unterliegt einer ähnlichen Prüfung. Er wurde dazu bestimmt, über diese Erde und alles, was darauf lebt, zu herrschen. Werden wir gut für alles sorgen? Verantwortungsbewusst und respektvoll mit allem umgehen und auch unsere Kinder weise führen und unterrichten? Die „Abwesenheit des Meisters“ zeigt sich darin, dass Gott uns diese wunderbare Welt und all ihre Gegebenheiten überlassen hat, sich selbst aber vor unseren Augen – und auch teilweise vor unserer Vernunft – verborgen hält.

Wo ist Gott? Gibt es ihn überhaupt?

Es scheint unseren Verstand zu übersteigen. Doch sehen wir die wunderbare Welt, all seine Geschöpfe und den Menschen, dann können wir nicht leugnen: Da ist etwas, das unendlich viel größer sein muss, wenn es all das gibt.

Ein kleines Beispiel in einfacher Sprache:
Wenn ein Kuchen auf dem Tisch steht, fein duftend, echt … Dann ist das ein klarer Beweis, dass es einen Bäcker gibt. Der Kuchen hat sich nicht selbst gebacken. Und so viel größer der Bäcker dem Kuchen gegenüber ist, so viel größer ist Gott uns Menschen gegenüber. Der Kuchen sollte sich nicht über den Bäcker erheben und sagen, dass er größer sei als sein Schöpfer! Aber der Bäcker ist stolz auf seinen Kuchen, wenn er gut gelungen ist, denn der Kuchen widerspiegelt die Genialität seines Schöpfers. Der Kuchen jedoch, der misslingt, landet im Abfalleimer – ein missratenes Produkt, das im Nachhinein niemand vermisst. Man kann in komplizierter Sprache versuchen, den Sinn des Lebens, die Bestimmung des Menschen oder die Idee Gottes zu erklären, oder einfache Bilder des Alltags verwenden. So oder so: Es erfordert unser Ringen in unseren Gedanken, damit wir uns von triebgesteuerten Tieren unterscheiden. Bewusste, gute Entscheidungen, die über unsere aktuellen Befindlichkeiten hinausgehen. Nicht gegen unseren Körper, sondern mit ihm zusammen das Gute wählen: Liebe und Dankbarkeit, Demut gegenüber Gott und Liebe zu unseren Mitmenschen – alles in Geist und Wahrheit, also in der Bewusstheit und im Ausdruck unseres Handelns.

Unsere Lebenszeit ist uns gegeben, um das Wesen unserer Seele zu offenbaren. Gott sieht und prüft alle unsere Taten – ebenso unsere Gedanken. Dabei können wir nicht verhindern, dass schlechte Gedanken wie Vögel über uns kreisen, aber wir können verhindern, dass sie Nester auf unseren Köpfen bauen.

Aber warum ist das so anspruchsvoll – und wozu das alles?

Weil wir dazu bestimmt sind, diese Welt zu verbessern und ewiges Leben zu erben. Wenn du täglich „das Gute“ wählst, also ein Leben nach Gottes Vorstellungen lebst, wirst du diese Welt verbessern. Wenn du auch die unsichtbare Komponente ergreifst – also an Gott glaubst und eine Liebesbeziehung zu ihm aufbaust –, dann wirst du nach deinem Tod ewiges Leben als Geschenk erhalten.

Es reicht nicht aus, nur ein guter Mensch zu sein.

Schau: Wie viele Blätter hängen am Baum? Wie viele Blätter braucht eine Frucht, um reifen zu können? Wenn du ein guter, rücksichtsvoller Mensch bist, aber es versäumst, nach Gott zu fragen, bist du wie ein wertvolles Blatt am Baum, das im Herbst verschwindet. Wenn du jedoch die Verheißung in Jesus ergreifst, dann wirst du zur Frucht. Dann bist du ein von Gott auserwählter Erstling, der auf der neuen Erde noch viele Nachkommen haben darf.

Bist du eine Frucht oder ein Blatt?

Hier findest du alle Bibelverse zu diesem Thema aufgelistet:

Bibelverse zum Text: „Mehr als Instinkt – Die unsichtbare Prüfung“

🌾 Frucht bringen

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.“

— Johannes 12,24

🌱 Erstlinge

„Nach seinem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien.“

— Jakobus 1,18

👑 Erben der Verheißung

„Gehörst du aber Christus an, so bist du Abrahams Nachkomme und nach der Verheißung Erbe.“

— Galater 3,29

„Vergeltet nicht Böses mit Bösem … sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, Segen zu erben.“

— 1. Petrus 3,9

Glaube & Werke

„Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“

— Jakobus 2,26

🌍 Neue Erde & neuer Himmel

„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen…“

— Offenbarung 21,1

„Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet… sie werden vergehen, du aber bleibst… wie ein Gewand wirst du sie zusammenrollen… und sie werden verwandelt werden.“

— Hebräer 1,10–12

❤️ Das höchste Gebot

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen … und deinen Nächsten wie dich selbst.“

— Matthäus 22,37–39

🌿 Auftrag an den Menschen

„Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!“

— 1. Mose 1,28

⚖️ Gericht Gottes

„Denn Gott wird jedes Werk vor Gericht bringen, samt allem Verborgenen…“

— Prediger 12,14

🕊️ Anbetung in Wahrheit

„Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

— Johannes 4,24

🕊️ Engel und unsere Stellung

„Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen?“

— Hebräer 1,14

„Alles hast du unter seine Füße getan. Denn indem er ihm alles unterworfen hat, ließ er nichts übrig, das ihm nicht unterworfen wäre; jetzt aber sehen wir noch nicht, dass ihm alles unterworfen ist.“

— Hebräer 2,8

„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,

und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?

Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel

und hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.“

— Psalm 8,5–6

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Letzte Vorbereitungen & Fusswaschung

🌸 Heute nehmen wir die letzten Vorbereitungen für das Frühlingsfest in Angriff.

Dabei erinnern wir uns als Familie an den letzten Abend, den Jesus mit seinen Jüngern verbrachte – an diesen besonderen, letzten gemeinsamen Abend. ✨

Bei der Fußwaschung kam Jesus seinen Jüngern noch einmal ganz nahe. Den ganzen Tag über hatten sie gemeinsam den Raum vorbereitet, in dem sie das Passafest feiern wollten. Jesus wusste jedoch, dass er selbst nicht mehr daran teilnehmen würde, denn zur gleichen Zeit (am nächsten Tag )würde er gekreuzigt werden und anschließend bis zum Ende des Sabbats im Grab liegen.

Ob die Jünger an diesem Abend wirklich verstanden haben, dass es ein Abschied war? 🤍

Jesus versuchte, ihnen schon in den Vorbereitungen zum Passafest Trost zu geben – einen sicheren Hafen inmitten der bevorstehenden Ereignisse. Einen Ort, an dem sie die traurige Nachricht seines Todes verarbeiten konnten.

Nicht alle Jünger waren bei der Kreuzigung dabei. Doch ausgerechnet diejenigen, die bei der Kreuzigung und Grablegung waren, waren später auch an diesem Abend zu spät aufgetaucht, da sie Jesus ins Grab legten. Die Nachricht war für alle ein Schock – obwohl Jesus ihnen mehrmals angekündigt hatte, dass er leiden, sterben und am dritten Tag auferstehen würde.

Einige der Jünger konnten es einfach nicht begreifen. Es hatte sich doch alles so angefühlt, als würde nun eine neue, große Herrschaft beginnen.

Erst im Nachhinein konnten sie die Prophezeiungen verstehen. Sie brauchten noch bis Pfingsten, um die Ereignisse wirklich einzuordnen.

Die Auferstehung Jesu geschah in der Nacht, noch vor Tagesanbruch, im Verborgenen. 🌅

Erst am Morgen in der Dämmerung des ersten Wochentages fanden die Frauen das leere Grab vor; die Soldaten waren erschrocken davongerannt…

Am Abend desselben Tages zeigte sich Jesus seinen Jüngern – in genau dem Raum, in den sie sich aus Angst und Trauer zurückgezogen hatten. Sie fürchteten, dass auch sie verfolgt werden könnten.

Als die Frauen am Morgen vom leeren Grab zurückkehrten und berichteten, sie hätten den auferstandenen Jesus gesehen, glaubten die Jünger ihnen zunächst nicht.

Erst am Abend des ersten Wochentages, als Jesus selbst durch die verschlossenen Türen zu ihnen trat, konnten sie aufatmen. 🕊️

————-

👨‍👩‍👧‍👦 Diese Geschichte erzähle ich heute meinen Kindern.

Auch Jesus hat im Vorfeld, bevor das Fest begann, versucht, seinen Jüngern die Zusammenhänge zu erklären. So nehmen auch wir uns als Eltern Zeit, unseren Kindern die Bedeutung dieses Festes näherzubringen – damit sie verstehen, warum wir tun, was wir tun, und was dahintersteht.

🧀 Heute essen wir gemeinsam ein Fondue, weil es zu uns passt. Es ist für uns zu einer schönen Familientradition geworden.

Und wir waschen uns gegenseitig die Füße – so, wie Jesus es bei seinen Jüngern getan hat. Ein sehr persönliches, freiwilliges Ritual, das ich sehr empfehlen kann, weil es die Geschichten der Bibel ganz nah und spürbar macht.

🙏 Liebe Grüße und Gottes Segen wünsche ich euch

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«Zurück zu den ersten Werken»

  Aufruf zur Umkehr und Wachsamkeit

Offenbarung 2,3–5

„Du hast Ausdauer gezeigt und um meines Namens willen gelitten und bist nicht müde geworden. Aber ich habe etwas gegen dich: dass du die erste Liebe verlassen hast. Denke nun daran, wovon du gefallen bist, tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn du aber nicht Buße tust, werde ich zu dir kommen und deinen Leuchter von seiner Stelle stoßen.“

Offenbarung 3,2–3

„Werde wach und stärke das Übrige, das im Begriff steht zu sterben; denn ich habe deine Werke nicht als vollkommen befunden vor meinem Gott. Denke daran, wie du empfangen und gehört hast, und halte daran fest und tue Buße! Wenn du aber nicht wachst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde.“

Die ersten Werke

Die „ersten Werke“ sind die ersten Gebote.

Die zehn Gebote sind auf zwei Tafeln aufgeteilt:

Die ersten fünf betreffen die Beziehung zu Gott

Die zweiten fünf betreffen die Beziehung zu den Mitmenschen

Was ging verloren?

1. Gebot

Die wahre Anbetung des Schöpfers:

→ seine Festzeiten und sein geordneter Opferdienst

2. Gebot

Treue und das Verständnis dessen, was Gott eifersüchtig macht

3. Gebot

Die Anerkennung Gottes – wer und wie er ist:

→ der Schöpfer und Erlöser in Jesus

→ der einzige Gott, der alles erschaffen hat und als Mensch kam, um sein Wort zu bestätigen und uns seine Treue und Liebe zu beweisen

4. Gebot

Der Ruhesabbat – das Zeichen zwischen Gott und seinen Nachfolgern:

→ Bundeszeichen der Liebe

→ von Gott eingeführt und selbst vorgelebt

→Herzbeschneidung

5. Gebot

Selbsterkenntnis:

→ was wir sind und woher wir kommen

→ Wir sind durch unsere Eltern geboren, aber Gott hat alles gewirkt

Gott ist der Schöpfer, der Geber des Lebens, anbetungswürdig und allmächtig.

Er erschuf den Menschen und wünscht sich, freiwillig angebetet zu werden.

Um diese Freiheit zu ermöglichen:

• verbirgt Gott seine Fähigkeiten hinter der Natur

• die Natur ist nicht unser Versorger, sondern Gott

• Wir sind durch unsere Eltern geboren, aber Gott hat alles gewirkt

Gottes Ordnung bleibt ewig

Psalm 7,12

Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der täglich zürnt über den Frevler.“

4. Esra 4,37

Nach Maß hat er die Zeiten geordnet und nach Zahl die Zeiten bestimmt; und er bewegt und verändert sie nicht, bis das festgesetzte Maß erfüllt ist.“

Apostelgeschichte 17,30–31

„So hat nun Gott alle Menschen daran erinnert, dass sie überall Buße tun sollen; denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die Welt mit Gerechtigkeit richten wird durch den Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben an ihn durch die Auferstehung von den Toten bezeugt.“

2. Thessalonicher 2,8

„Dann wird der Gesetzlose offenbar werden, den der Herr durch den Hauch seines Mundes vernichten wird und durch die Erscheinung seiner Ankunft.“

Warnung vor falschem Glauben

Matthäus 7,21–23

„Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Himmelreich eingehen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wunderwerke getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“

Angriff auf Gottes Ordnung

Der Böse will Gesetze und Festzeiten verändern – doch Gott bleibt treu und hält seinen Plan.

Daniel 7,25

„Er wird lästernde Worte reden gegen den Höchsten und die Heiligen des Höchsten aufreiben und wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Hand gegeben werden eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.“

Daniel 9,27

„Und er wird vielen den Bund für eine (Jahr)Woche schwer machen; und mitten in der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer abschaffen, und auf das abscheuliche verheerende Ding wird ein Verwüster kommen, bis zum Ende, das fest bestimmt ist, wird es ausgießen auf den Verwüster.“

Prüfung und Verführung

Weisheit 5,7–8

„Denn die Gerechten werden geprüft, wie Gold im Feuer, und ihre Wege werden geprüft, während sie in Geduld ausharren, bis das Ende offenbar wird.“

2. Thessalonicher 2,3–4

„…damit euch niemand verführt in irgendeiner Weise! Denn es muss zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbar werden, der Sohn des Verderbens, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott heißt oder Heiligtum heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausgibt, Gott zu sein.“

Der dritte Tempeln in Jerusalem wird vom Antichristen missbraucht werden

Johannes 5:43, wo Jesus selbst spricht:

„Ich bin in meinem Namen zu euch gekommen, und ihr nehmt mich nicht an; ein anderer wird kommen in seinem eigenen Namen, den werdet ihr annehmen.“

Die Wiederaufnahme des Tempeldienstes in Jerusalem richtet sich nicht automatisch nach den ursprünglichen Geboten Gottes. Ebenso sind viele moderne Interpretationen verschiedener Kirchen nicht im Einklang mit dem, was Gott ursprünglich verordnet hat. Opferkult und Rituale spiegeln nicht immer die ursprünglichen Anweisungen Gottes wider.

An den Früchten werdet ihr sie erkennen: Die Früchte sind die Gebote Gottes.

Der wahre Sabbat ist ein Ruhetag, der nicht als Versammlungstag missbraucht werden darf.

Hesekiel 22,26

„Und ihre Priester haben mein Gesetz entweiht und meine heiligen Dinge geschändet; sie haben nicht unterschieden zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen, und sie haben den Unterschied zwischen dem Unreinen und dem Reinen nicht gekannt; und sie haben ihre Augen vor meinen Sabbaten verhüllt, so dass ich unter ihnen entheiligt werde.“

Trotzdem kommt das Wort aus dem Jüdischen Volk und Israel ist die Kulisse göttlicher Offenbarung.

1. Thessalonicher 5,21

„Prüft aber alles und das Gute behaltet.“

Der Mensch im Plan Gottes

Gott hat erschaffen:

→ Himmel und Erde

→ Zeit und Raum

→ Gebote und Festzeiten

Alles für den Menschen.

Sogar die Engel:

→ dienen uns

→ überwachen und prüfen uns

Hebräer 1,14

„Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen?“

1. Mose 1,26–28

„ Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen in unserem Bild, uns ähnlich; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles, was sich auf der Erde regt. Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich auf der Erde regt.“

Psalm 8,4–6

„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig niedriger gemacht als Gott und mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht; alles hast du unter seine Füße gelegt.

Sich selbst im Plan Gottes erkennen

Wir sind dieser «Menschen Sohn» die Nachkommen von Adam und Eva – Alles wurde für uns erschaffen.

Der Mensch ist:

→ Gottes Meisterwerk

→ noch nicht vollendet

Dieses Äon (Weltzeit) ist:

→ eine begrenzte Zeit

→ eine Zeit der Gnade

→ eine Zeit der Entscheidung und Umkehr

Gott ermöglicht:

→ freien Willen

→ echte Liebe

Darum:

→ verbirgt er seine Herrlichkeit

→ drängt sich uns nicht auf

Am Ende:

→ Festgesetzter Tag des Gerichts

→ ewiges Leben für die, die ihn erkannt haben.

→ es folgt ewiges Leben in Frieden und voller Erkenntnis

→ und wir folgen unserer Bestimmung, vermehren uns und herrschen über die neue Erde mit seiner Hilfe

→ zweiter Tod für die, die ihn abgelehnt haben. Zuvor aber die gerechte Bestrafung, nämlich das sie sehen, was ihnen entgeht.

Jesus wird sich dann offenbaren als:

→ allmächtiger Schöpfer und Erlöser

Seine Gebote:

→ werden vollständig erkannt

→ bringen wahren Frieden

Jakobus 1,18

„Mit freiem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit gezeugt, damit wir gleichsam die Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe seien.“

2. Timotheus 4,8 

„Nun aber wartet mir der Kranz der Gerechtigkeit, den mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird; nicht nur mir, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.“

Leben und Auftrag auf der neuen Erde

Auf der neuen Erde werden wir eine Krone als Belohnung für treue Nachfolge und Ausdauer erhalten. Außerdem bekommen wir den Auftrag, über die Schöpfung im Einklang mit Gottes Ordnung zu herrschen. Wir werden uns vermehren und unsere Nachkommen nach den von Gott gegebenen Prinzipien führen. Die Gebote Gottes und Seine festgesetzten Zeiten werden für Ewigkeit bestehen bleiben, als unveränderliche Grundlagen der Gemeinschaft zwischen Gott und Seinen Nachfolgern.

2. Petrus 3,13 (Deutsch)

„Wir warten aber auf neue Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“

Johannes 12,24 

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.»

4. Buch Esra (2. Esdras) 7,43–44

„Der Tag des Gerichts wird das Ende dieser Welt (Äon) sein und der Beginn vieler unvergänglicher Äonen – in der die Vergänglichkeit vorüber ist, die Unsterblichkeit vollendet, der Unglaube abgeschafft, die Gerechtigkeit gewachsen und die Wahrheit offenbar geworden ist.“

Tempeldienst, Feste und Sabbat

Der ursprüngliche Opferdinst zeigte:

→ die Zeiten der Anbetung an

→ werden vom Neumond abgezählt

Die Feste:

→ sind äußere Zeichen der Anbetung

Die Körperliche Beschneidung ist ein Symbol für das Feiern seiner Feste und die Abgrenzung zu heidnischen Festen. Nicht die Beschneidung ist die Umsetzung, sondern die Umsetzung selbst, – also das Feiern seiner Feste ist die Körperliche Beschneidung.

Der Ruhe Sabbat:

→ persönliches Zeichen

→ innere Zugehörigkeit

→ Die Herzbeschneidung, ist vor den Augen der Mitmenschen verborgen. Es ist die bewusste persönliche Entscheidung Jesus als Gott anzuerkennen und Ihm nachzufogen. Seine Herrschaft und seine Verordnungen freiwillig anzunehmen.

Hesekiel 20,20

Und heiligt meine Sabbate, damit sie ein Zeichen sind zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich der YHWH, euer Gott, bin.“

YHWH bedeutet: „Ich bin, der ich bin.“

Wahre Anbetung und Erkenntnis Gottes

Johannes 4,23–26

„Es kommt aber die Stunde, und sie ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. Die Frau spricht zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der Christus genannt wird; wenn jener kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: YHWH – Ich bin es, der mit dir redet.“

Offenbarung 1,8

„Ich bin das A und das O“ – spricht Gott, der Herr – „der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.“

Jesaja 44,6

„So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: ‚Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, außer mir gibt es keinen Gott.‘“

Johannes 10,30

Ich und der Vater sind eins.“

Jesaja 9,5

„Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunder-Rat, Starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.“

Schlusswort: Zurück zu den ersten Werken

Wir leben in der Zeit:

→ der Gnade

→ der Umkehr

Darum:

→ ermahnen wir einander

→ erinnern uns an die ersten Werke

Wir sollen:

• die Versammlungen richtig platzieren

• sie nicht versäumen

• mit demütigem Herzen kommen

Und:

→ den wahren Sabbat wieder als Ruhetag respektieren

Daniel 9,3–5

„Und ich richtete mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen mit Gebet und Flehen, mit Fasten und in Sack und Asche. Und ich betete zu dem HERRN, meinem Gott, und bekannte und sprach: Ach, Herr, du großer und furchtbarer Gott, der den Bund und die Güte denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten: Wir haben gesündigt und Unrecht getan und sind gottlos gewesen und haben uns empört und sind von deinen Geboten und von deinen Rechtsbestimmungen abgewichen.“

Am Ende bleibt ein klarer Ruf: zurück zu den ersten Werken. Nicht menschliche Ergänzungen, sondern das, was von Anfang an von Gott gegeben wurde – seine Gebote, seine Ordnung und seine Zeiten.

Die ersten Werke führen uns zurück:

→ zur wahren Anbetung

→ zur echten Erkenntnis Gottes

→ zu einem Leben im Gehorsam und in Liebe

Es ist ein Ruf zur Umkehr, zur Erneuerung des Herzens und zu einer lebendigen Beziehung mit unserem Schöpfer. Gott hat seinen Weg nie verändert. Er ist treu – und seine Ordnung bleibt bestehen. Darum lasst uns wachsam sein, uns gegenseitig stärken und nicht müde werden, das zu tun, was von Anfang an gut und richtig war.

Die ersten Werke sind das Fundament, zu dem wir zurückkehren sollen.

Möge Gott uns Kraft, Geduld und Ausdauer schenken, damit wir auf diesem Weg bleiben – unter seinem Segen. 🙏💛

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Wenn ein Kind nach Gott fragt

Mama, ich finde es schwierig zu glauben, dass es ein ewiges Leben gibt. Meinst du wirklich, dass es das gibt?

Ja, mein Kleiner, du machst dir Gedanken über großartige Dinge. Ich möchte dir das gerne erklären.

Weißt du, Gott hat das bewusst vor unserer Vernunft verborgen, damit wir ihm nicht nur nachfolgen, weil wir dafür einen super Preis erhalten. Er möchte sich Menschen finden, die ihn wirklich suchen und die eine Beziehung zu ihm wünschen.

Das spürst du in deinem Herzen. Es ist so ein Gefühl, dass da etwas ist, das dir fehlt. Das ist seine Stimme. Er ruft nach dir und möchte dich gerne dabeihaben – auf der neuen Erde – und dir wirklich ewiges Leben in Frieden schenken.

Aber warum macht Gott das alles so?

Warum zeigt er sich uns nicht einfach allen? Er könnte doch?

Ja, das könnte er. Aber wenn er das täte, wären wir so beeindruckt von ihm, fast schon erschrocken, dass wir gar nicht anders könnten, als ihm all die Ehre zu geben, die ihm gebührt. Das bedeutet, ihn anzubeten, ihn anzuerkennen als das, was er ist: der Schöpfer von allem und unser Versorger, der alles so wunderbar für uns gemacht hat.

Ja, Gott hat alles für uns gemacht. Er versorgt uns, nicht die Natur. Das könnte man auf den ersten Blick meinen, aber wer hat die Natur gemacht? Und auch die Jahreszeiten, sodass alles so perfekt aufeinander abgestimmt ist und jedes Jahr wieder neu wachsen kann?

Gott hat sich ganz bewusst hinter der Natur versteckt. Denn wenn wir wüssten, dass alles ohne ihn gar nicht existieren würde, dann würden wir ihn nur aus Abhängigkeit lieben.

So wie Kinder ihre Eltern ein Stück weit einfach lieben müssen, weil sie ohne sie nicht existieren könnten. Aber wenn sie erwachsen und selbstständig sind, dann können sie erst frei wählen, ob sie ihre Eltern wirklich gernhaben möchten oder nicht.

Darum hat Gott all sein Wirken, mit dem er uns perfekt versorgt, hinter der Natur versteckt. Damit wir uns frei für ihn entscheiden können – ob wir ihn freiwillig lieben und anbeten möchten.

Indem wir unser Leben nach seinen Geboten gestalten, so leben, wie er es von uns möchte, zeigen wir, dass wir wissen, wer unser Schöpfer ist. Wir spiegeln dann sozusagen das Wesen unseres Meisters wider. Er erklärt uns in seiner heiligen Schrift, wie wir leben sollen, denn er möchte nur gütige und friedliebende Menschen auf seiner neuen, ewigen Erde haben.

Er sieht in dein Herz und erkennt, ob du es wirklich ernst meinst, ihn zu lieben, und ob du den Wunsch hast, mit ihm befreundet zu sein. Aber er möchte auch, dass du deine Liebe zu ihm zeigst – nicht nur theoretisch, sondern auch wirklich.

Dein Inneres und dein Äußeres sollen nicht im Widerspruch stehen.

Das bedeutet: Die Entscheidungen, die du in deinem Herzen triffst, und die Art, wie du dein Leben lebst, sollen im Einklang sein – auch mit seinen zehn Geboten.

Kennst du die zehn Gebote?

Ja, Mama, ich kenne die zehn Gebote.

Und findest du sie schwierig zu halten?

Nein, die meisten finde ich gar nicht schwierig. Aber das vierte Gebot finde ich nicht ganz einfach. Das halte ich vorwiegend, weil du, Mama, das von mir möchtest und weil es unsere Hausregeln sind.

Wenn Gott freiwillige Liebe möchte, warum zwingst du uns dann am Sabbat, auf so vieles zu verzichten? Zum Beispiel nicht zu gamen, nicht einkaufen zu gehen oder sich nicht mit Klassenkameraden zu treffen?

Weißt du, mein Junge, Gott hat dich mir anvertraut und dich in meine Obhut gegeben. Du gehörst nicht mir, sondern ihm. Und ich habe ihm versprochen, dass ich dich in allem unterrichten will, damit du Bescheid weißt, wie du dein Leben bewahren kannst.

Und selbstverständlich wünsche ich mir, dass du im neuen, ewigen Leben dabei bist und dass es dir gelingt, dieses Ziel zu erreichen.

Der Sabbat ist für Gott das wichtigste Zeichen der Nachfolge. Denn Gott selbst ruhte, nachdem er Himmel und Erde und alles in sechs Tagen erschaffen hatte. Und er möchte, dass auch wir am Sabbat ruhen. Wenn du ihn bewahrst, zeigst du Gott ganz persönlich, dass du zu ihm gehören möchtest.

Aber Mama, eine kleine Frage habe ich noch: Warum essen wir kein Schweinefleisch? Das ist doch gar nicht in den zehn Geboten.

Da hast du gut aufgepasst, mein Schatz. Ja, das erkläre ich dir gerne. Gott hat Mose noch viele zusätzliche Gebote gegeben – zu unserem Schutz. Damit wir nicht jede kleine oder große schlechte Erfahrung selbst machen müssen.

Manche dieser Zusatzgebote wurden ganz spezifisch formuliert, um auf Situationen zu reagieren, die damals aktuell waren. Andere sind aber auch heute noch gut für uns und unterstützen uns im Alltag, in kleinen Entscheidungen das Richtige zu tun. Alle Zusatzgebote haben ihren Ursprung in den zehn Geboten.

Beim Verzicht auf Schweinefleisch zum Beispiel üben wir, uns von Bräuchen anderer Kulturen abzugrenzen. Denn Gott hat bewusst zugelassen, dass es andere „Götter“ gibt – die nicht wirklich existieren –, also andere Religionen und Überzeugungen darüber, was anbetungswürdig sei.

Diese Alternativen hat er zugelassen, damit wir wirklich eine Wahl haben: ob wir ihn anbeten, ihm also alle Ehre geben wollen, die ihm gebührt, oder ob wir etwas anderes glauben wollen.

Indem du in kleinen Entscheidungen im Alltag übst, Nein zu sagen – zum Beispiel im Restaurant nicht das Schweinswürstchen zu bestellen, sondern eine gesunde Alternative zu wählen –, übst du, Gott treu zu sein. Du bringst damit zum Ausdruck, dass du andere Maßstäbe hast, nämlich dass du dich für Gottes Gebote und Empfehlungen interessierst.

Weil Abgrenzung und Treue Mut und Willenskraft brauchen, ist es gut, das schon im Kleinen zu üben. Dieses Zusatzgebot aus dem Buch Mose ist sozusagen eine Trainingsübung.

Es ist nicht immer leicht, den eigenen Überzeugungen treu zu bleiben, besonders wenn Freunde vielleicht anders leben als du. Aber es ist sehr wichtig, dass du das übst und nicht jeden Blödsinn mitmachst, auch wenn er am Anfang harmlos klingt.

Solange du noch nicht ganz erwachsen bist und bei Papa und mir lebst, gelten in unserer Familie Regeln, die uns auch von anderen Familien unterscheiden. Ich hoffe, dass dir vieles Sinnvolle zur guten Gewohnheit wird, dich schützt und dir später hilft, dein Leben gut zu gestalten, wenn du einmal ganz selbstständig entscheiden kannst.

„Danke, mein Junge. Heute habe ich durch deine Fragen wieder viel lernen dürfen.“

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Anny Letters Auf Startseite

„Zwischen den zwei Abenden“

„Zwischen den zwei Abenden“: Gottes Zeitordnung, Passa und der Auszug im Bezug zu Yahushuas Lösungsplan

Einleitung

Bald ist es Frühling, und wir feiern das Passafest sowie die Woche der ungesäuerten Fladenbrote in Erinnerung an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei. Auch wir, die Jesus als Gottes Beweis seiner Liebe anerkennen, dürfen uns an diese Geschichte erinnern und darin die Parallelen zu Jesu Kreuzigung und Auferstehung erkennen. Die meisten von euch sind Christen und kennen die Feierlichkeiten des Passafestes nicht im Detail. Wir als Familie feiern dieses Fest jedoch schon seit Jahren und pflegen zudem eine enge Freundschaft mit Israelis, die uns viele Einblicke in die Bedeutung und die Details der verschiedenen Rituale eröffnet haben. In diesem Text gehe ich auf die zeitlichen Abläufe der Flucht der Israeliten ein und zeige zugleich die Parallelen zu Jesu Kreuzigung und Auferstehung auf. Ich wünsche viel Freude beim Lesen und beim Eintauchen in eine Befreiungsgeschichte, die Gottes Lösungsplan und seine Liebe zu seinen Kindern eindrücklich offenbart. Beim Lesen dieser Geschichte kann man sich bewusst fragen, mit welchen kleinen, einfachen Ritualen sich das Geschehen von damals heute sichtbar und greifbar machen lässt. Wir in unserer Familie befestigen in dieser Zeit eine rote Kordel mit kleinen Gebotstafeln an unserer Haustür. So erinnern wir uns an das Blut des Opferlammes an den Türpfosten und daran, dass Gottes Schutz und Erlösung nicht abstrakt, sondern ganz konkret in den Alltag hineinwirken. Solche Zeichen helfen, die Erinnerung wachzuhalten und die Geschichte der Befreiung bewusst in das eigene Leben zu holen.

📖 3. Mose (Levitikus) 23,5 „Am vierzehnten Tag des ersten Monats, zwischen den zwei Abenden, ist das Passa des HERRN.“

📖 2. Mose (Exodus) 12,6 „Und ihr sollt das Lamm aufbewahren bis zum vierzehnten Tage dieses Monats; und die ganze Gemeinde der Israeliten soll es schlachten zwischen den zwei Abenden.

Der Ausdruck „zwischen den zwei Abenden“ bedeutet: Vom Mittag an, wenn die Sonne nicht mehr steigt, sondern beginnt zu sinken, bis zu ihrem Untergang. Dieser Zeitraum umfasst etwa sechs Stunden.

In dieser Zeit musste:

• das Passalamm geschlachtet werden

• das Blut aufgefangen und verteilt werden

• das Blut als Zeichen des Schutzes an die Haustüren gestrichen werden

• das Tier ausgenommen werden

• das Fleisch ganz und vollständig, am Stück, gebraten werden

• anschließend das Fleisch unter den Familien und Nachbarn aufgeteilt werden

• die Überreste, einschließlich der Knochen, vollständig verbrannt werden

Vor Sonnenuntergang zog man sich in die Häuser zurück und blieb dort, bis der Würgengel vorübergegangen war. Das Fleisch wurde mit bitteren Kräutern gegessen, denn das Passa musste im Haus, stehend, bereit zur Flucht und in Eile verzehrt werden. (vgl. 2. Mose 12,8–11; 12,22–23; 12,29)

Die letzte Plage und der Auszug

Die letzte Plage offenbarte, dass der Tod jede Familie traf, die das Opfer nicht korrekt ausführte, und dass die Plagen über Ägypten nicht enden würden, solange Israel nicht in die Wüste ziehen durfte, um Gott zu opfern. Darum gaben die Ägypter den Israeliten wertvolle Gegenstände und drängten sie zur Flucht. (vgl. 2. Mose 12,35–36) Um Mitternacht kam der Würgengel, und erst danach, aber noch in derselben Nacht, brachen die Israeliten auf. Es war Vollmond, der den Weg erhellte. Gott führte sie aus Goschen nach Sukkot, das nur etwa drei Stunden Fußweg entfernt lag. Noch vor dem Morgengrauen kamen sie dort an. Erschöpft durften sie am Sabbat, dem 15. Tag im ersten Monat, sich in Sukkot erst einmal ausruhen. Am frühen Morgen des ersten Wochentages reisten sie weiter in die Wüste der Halbinsel Sinai, um ihr Opfer der Erstlinge zu bringen – die Erstlingsfrucht, die sie aus Goschen mitbrachten. Dort erinnerte Mose sein Volk daran, dass im Frühling der Start des Jahres ist. Sie feierten und machten Feuer. Der Pharao und das ganze ägyptische Volk waren noch mit der Trauer um die Verstorbenen beschäftigt, denn es gab keine Familie, in der kein Toter war. Die Israeliten nutzten die Zeit und zogen weiter durch die Wüste Richtung Rotes Meer. In der Mitte der Woche schickte der Pharao die ersten Soldaten, die die Israeliten zur Umkehr überreden sollten. Doch diese ließen sich nicht freiwillig zur Umkehr bewegen. So drohten ihnen die Ägypter, dass sie das nächste Mal mit der gesamten Streitmacht auftauchen würden. Die Israeliten flohen weiter, und am 20. Tag des ersten Monats spitzte sich die Situation zu. Sie erreichten das Ufer des Roten Meeres, und ihre Verfolger waren ihnen nun dicht auf den Fersen. Am Abend stellte sich Gottes Feuersäule hinter das Volk und schützte die Israeliten, sodass sie in der Nacht das Rote Meer durchqueren konnten.

📖 Exodus 14,21–22 „Da streckte Mose seine Hand aus über das Meer, und der HERR trieb das Meer durch einen starken Ostwind die ganze Nacht zurück und machte es zu trockenem Land; und die Israeliten gingen mitten durchs Meer auf dem trockenen Boden, und die Wasser standen ihnen zur Rechten und zur Linken wie eine Mauer.“

📖 Exodus 14,27-28„Mose streckte seine Hand aus über das Meer; und als der Morgen dämmerte, kehrte das Meer in seinen normalen Lauf zurück. Die Ägypter flohen darauf zu, und der HERR schleuderte sie mitten ins Meer. Die Wasser kamen wieder und bedeckten das ganze Heer des Pharao.

Genau bei Tagesanbruch kehrte das Meer in seinen normalen Lauf zurück und bedeckte die ägyptischen Verfolger. Die Israeliten standen nun fassungslos am Ufer und blickten auf eine Woche der Befreiung zurück. Miriam stimmte ein Lied an, tanzte vor Freude und sang das Lied des Mose. Sie machten ein Feuer und opferten Gott zum Dank, stärkten sich mit frischen Fladenbroten am Feuer und feierten. Dies ist der 21. Tag im ersten Monat, ein Rüsttag – der große Abschlusstag des Wochenfestes im Frühling, an dem Gott die Befreiung seines Volkes vollendet hatte. Nun standen sie nicht mehr auf ägyptischem Boden, und ihre Feinde waren durch Gottes Hand umgekommen.

📖 2. Mose 14,30 „So rettete der HERR an jenem Tage Israel aus der Hand der Ägypter. Und Israel sah die Ägypter tot am Ufer des Meeres liegen.“

Am Ende der Woche, am Rüsttagmorgen, war die Befreiung vollendet.

Sie durchquerten das Rote Meer in der Nacht vor dem Rüsttag bis zum Tagesanbruch.

Bei Tagesanbruch beginnt der neue Tag, und die Ägypter starben an diesem Morgen.

Erinnerung und Bedeutung

Auch heute noch sollen wir das Passafest feiern, eine Woche ungesäuertes Fladenbrot essen und uns an diese Geschichte erinnern.

📖 2. Mose (Exodus) 12,14 „Und dieser Tag soll euch ein Gedenktag sein, und ihr sollt ihn feiern als ein Fest dem HERRN, ihr und alle eure Generationen; als eine ewige Ordnung sollt ihr ihn feiern.“

Gott befreite sein Volk im Frühlingsfest, hielt auch auf dieser Flucht die Ruhesabbate ein und zeigte ihnen die Festwoche deutlich an. Denn dieses Fest gibt es nicht erst seit der Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft. Die vier Festwochen, jeweils in ihren Jahreszeiten, sind seit Anbeginn festgemacht und wurden zum Opfern der Erstlinge als Ausdruck der Dankbarkeit und Anbetung genutzt. Auch der Ruhesabbat wurde bereits Adam beigebracht, und Gott selbst ruhte an ihm nach der Erschaffung von Himmel und Erde. Gott(Yahushua) ist immer derselbe geblieben, und was ihm damals wichtig war, ist ihm heute noch wichtig. Der Sabbat der Ruhe ist das Zeichen unserer Zugehörigkeit zu ihm. Wenn wir ihn halten, zeigen wir, dass wir ihn erkannt haben und seine Werte respektieren.

📖 Hesekiel 20,20 „Und heiligt meine Sabbate, damit sie ein Zeichen seien zwischen mir und euch, damit man erkennt, dass ich der HERR, euer Gott, bin.“

Dass Gott nicht möchte, dass wir am Sabbat der Ruhe fliehen müssen, finden wir auch von ihm selbst bestätigt.

📖 Matthäus 24,20 „Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe noch am Sabbat.“

Gottes präzise Zeitordnung – und der Messias

Gott misst der Zeit große Bedeutung bei. Zeitpunkte und Fristen sind Teil seines Handelns.

Vieles weist darauf hin, dass die Zeitordnung des Passafestes prophetisch auf das Opfer von Jesus Christus hinweist:

• Jesus hing von der sechsten bis zur neunten Stunde am Kreuz (ca. 12–15 Uhr)

• Er starb zur neunten Stunde, um etwa 15 Uhr

• Gegen Abend wurde er ins Grab gelegt

Er verblieb 36 Stunden im Totenreich und stand am Ende des Sabbats, in der letzten Nachtwache, auf. Am ersten Tag der Woche, dem großen Festtag der Erstlingsfrüchte,

erschienen mit ihm auferstandene Heilige und bezeugten die Macht Gottes.

Die Geduld Gottes

Nach seiner Auferstehung zeigte sich Jesus:

• den Frauen am Grab

• den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus

• am Abend desselben Tages den Jüngern (ohne Thomas) 

Thomas war am 21., dem letzten Festtag, wieder dabei. Jesus nahm sich besonders Zeit für ihn. Das macht deutlich: Gott setzt Fristen und bestimmte Zeitpunkte – doch er wartet auch auf die Späten. Er verliert keinen aus dem Blick.

Die Parallele zum Auszug

Manche erkannten schon in der Passanacht, dass der Zeitpunkt zur Befreiung gekommen war. Andere begriffen es erst am 21. Tag, als sie die Leichen der Feinde am Ufer des Meeres sahen. So ist es auch bei uns: Manche erkennen den Befreiungsplan Gottes

bereits bei der Erinnerung an die Kreuzigung. Andere erkennen ihn erst am Ende der Festwoche, wenn alle Ereignisse des Alten und des Neuen Testaments sich vollkommen zusammenfügen.

Im Feiern des Frühlingsfestes mit allen Aspekten kannst du geistliche Phasen durchlaufen:

Trauer – Rückzug – Flucht – Kampf – Durchhalten – Sieg – und Freudentränen.

So kommt der Befreiungsplan vollkommen in deinem Verständnis an.

Die Auferstehung von Jesus Christus wurde nicht im Bruch des Gebotes offenbart,

sondern im Gehorsam gegenüber Gottes zeitlichen Ordnungen. Selbst angesichts der Kreuzigung respektierten die engsten Jünger und Jüngerinnen den Ruhesabbat.

Beeindruckend ist, dass die Frauen nicht einmal am Sabbat, dem Ruhetag, das Grab aufsuchten, um zu trauern. Nicht einmal in ihrer tiefen Liebe und in ihrem Schmerz

brachen sie das Gebot. Sie hielten den Sabbat in bewusstem Gehorsam ein.

Erst am frühen Morgen des ersten Wochentages – dem für sie frühestmöglichen Zeitpunkt, das Haus zu verlassen – machten sie sich auf den Weg zum Grab Jesu.

Denn am Sabbat ruhten sie nach dem Gebot.

📖 „Und sie kehrten zurück und bereiteten wohlriechende Öle und Salben; am Sabbat aber ruhten sie nach dem Gebot.“ Evangelium nach Lukas 23,56

Auch Johannes und Petrus kamen erst am ersten Wochentag zum Grab.

Das Evangelium nach Johannes 20,1–4 bezeugt, dass selbst die führenden Jünger

den Sabbat nicht übertraten, sondern erst nach seinem Ende zum Grab eilten.

So wurde auch die Auferstehung nicht im Bruch des Gebotes offenbart –

ebenso wenig wie die Befreiung Israels aus der Knechtschaft Ägyptens –,

sondern innerhalb der von Gott gesetzten zeitlichen Ordnung des Ruhesabbats.

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Die Bedeutung des Neumondtages

Und die Unterscheidung zwischen Ruhe-Sabbat und Fest-Sabbat

Mit der Einführung einer fortlaufenden, ununterbrochenen Sieben-Zählung im Kalender ging der Neumondtag als ursprünglicher Versammlungstag weitgehend verloren. An seine Stelle trat zunehmend der Sabbat der Ruhe, der im Laufe der Zeit zum allgemeinen Versammlungstag umgestaltet wurde.

Wenn du beginnst, den Sabbat als Tag der Ruhe zu respektieren und zugleich den Neumondtag sowie die Festzeiten als Versammlungstage zu heiligen, wird dir die Tiefe dieses Unterschieds deutlich bewusst werden. Die Schrift selbst zeigt klare Unterscheidungsmerkmale zwischen Ruhe-Sabbat und Fest-Sabbat.

Dabei ist Vorsicht geboten: Bibelverse können aus ihrem Zusammenhang gerissen und so auch gegenteilig ausgelegt werden. Bleibe ruhig, nimm dir Zeit, vergleiche verschiedene Schriftstellen und Argumentationen – und prüfe sie auch in der Praxis.

Der Ruhe-Sabbat – ein Tag der stillen Anbetung

„Am Sabbattag sollt ihr in allen euren Wohnstätten kein Feuer anzünden.“ (2. Mose 35,3)

Es wäre wohl besser, am Sabbat der Ruhe gar kein Feuer anzuzünden, um nicht in Versuchung zu geraten, einen Opfer- oder Versammlungsdienst auf diesen Tag zu legen. Gott geht es dabei nicht darum, dass du dein vorbereitetes Essen nicht aufwärmen oder dich nicht wärmen dürftest. Die Gefahr liegt vielmehr darin, dass wir diesen Tag überfrachten und dabei vergessen, dass er für die stille, persönliche Anbetung bestimmt ist – und nicht von Gemeinschaft oder Kirche beansprucht werden soll.

Wenn du beginnst, dein Essen am Rüsttag vorzubereiten und dir angewöhnst, am Sabbat möglichst zur Ruhe zu kommen, wirst du den Unterschied deutlich wahrnehmen.

Gott hat schon oft das Essen genutzt, um uns sein Wort zu erklären.

„Morgen ist ein Ruhetag, der heilige Sabbat für den HERRN. Deshalb kocht und backt heute …“ (2. Mose 16,23)

Schon zur Zeit Moses musste das Volk Israel nach dem Auszug aus Ägypten neu lernen, im Sabbatrhythmus zu leben. Am Ruhe-Sabbat durften sie weder Holz sammeln noch Speisen zubereiten. Daraus wird deutlich:

Der Opferdienst, das Schlachten von Tieren oder das Lärmblasen der Trompeten zur Versammlung passen nicht auf den Ruhe-Sabbat.

Der Fest-Sabbat und der Neumondtag – Tage der Gemeinschaft

Am Neumondtag und an den Festtagen hingegen kommen wir zusammen. Wir kochen gemeinsam, machen Feuer, singen, tanzen und loben Gott in der Gemeinschaft. Wir lesen und teilen das Wort, sind großzügig und teilen unsere Gaben.

„Ihre Priester tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen meine heiligen Dinge; sie machen keinen Unterschied zwischen Heiligem und Unheiligem und lehren nicht, was der Unterschied ist zwischen Unreinem und Reinem. Vor meinen Sabbaten schließen sie ihre Augen, sodass ich unter ihnen entheiligt werde.“(Hesekiel 22,26)

Gottes Vorbild: Ruhe und Zeitordnung

Gott selbst ruhte am siebten Tag von all seinen Werken:

„Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk … und ruhte.“ (1. Mose 2,2–3)

Auch Jesus ruhte am Sabbat. Seine Zeichen, Wunder und öffentlichen Lehren geschahen jedoch im Zusammenhang mit Festversammlungen.

„Es war aber ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.“ (Johannes 5,1)

„Aber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte.“ (Johannes 7,14)

Auch das Predigen der Apostel in den Synagogen geschah nicht am Ruhe-Sabbat, sondern an Fest-Sabbaten und Neumondtagen, an denen Versammlungen stattfanden.

„An jedem Neumond und an jedem Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten.“ (Jesaja 66,23)

Verschiedene Formen der Anbetung

Es gibt verschiedene Formen der Anbetung.

Das vierte Gebot ist das persönliche Liebeszeichen zwischen Gott und dir. An diesem Tag sind wir eingeladen, uns bewusst und persönlich auf ihn auszurichten. Die Festversammlungen hingegen haben eine andere Qualität: Sie sind Ausdruck gemeinschaftlicher Anbetung und wirken tröstend und stärkend. Auch sie sind von Gott eingesetzte heilige Zeiten – die Neumondtage, die vier Festwochen und der Versöhnungstag, der zugleich der Geburtstag Yahushuas ist. Das Wort Sabbat bedeutet „besonders“, „abgesondert“ und „geheiligt“. Deshalb wird es sowohl für den wöchentlichen Ruhe-Sabbat als auch für die Fest-Sabbate verwendet. Diese Unterschiede nicht nur zu kennen, sondern zu leben, ist entscheidend.

Ganzheitliche Anbetung und Herzensbeschneidung

Gott wünscht sich eine ganzheitliche Anbetung. Er möchte, dass wir seine Feste feiern und uns bemühen, alle seine Gebote zu halten – besonders das vierte Gebot als Zeichen unserer freiwilligen Liebesbeziehung zu ihm.

Das ist die Beschneidung des Herzens: unsichtbar, innerlich, verborgen – hinter dem innersten Vorhang im Allerheiligsten.

Der Tempel – Zeit statt Ort

Das Halten des wahren Sabbats ist das Hineingehen.

Feiern wir seine Feste zwar, aber nicht zu den von ihm bestimmten Zeiten, ist es, als würden wir den Vorhof des Tempels zertreten.

Der wahre Tempeldienst ist weniger an einen Ort als an den Zeitpunkt gebunden. Das Heiligen seiner Festzeiten entspricht dem Eintritt in das Heiligtum – dorthin, wo die Schaubrote und der siebenarmige Leuchter stehen. 

Der Räucheraltar und die Bundeslade im Allerheiligsten symbolisieren die wahre Liebe und unsere Gebete, die bis vor Gott kommen – dorthin, wo auch wir hinwollen.

Unser Leben als Zeugnis

Die Feste, ihre Feier und die Art, wie wir unseren Alltag gestalten, sind das äußere Zeichen unserer Nachfolge. Gott möchte, dass unser Inneres und unser Äußeres seine Wahrheit widerspiegeln. Diese Zusammenhänge hat Gott bis heute in seinem Wort bewahrt. Doch es braucht Liebe zur Wahrheit und die Bereitschaft, zu suchen, zu prüfen und die Schrift im Licht Yahushuas zu betrachten, der unser Schöpfer und Erlöser ist.

„Prüft alles, das Gute behaltet.“ (1. Thessalonicher 5,21)

„Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.“ (Hebräer 13,8)

Denn ich, der HERR, verändere mich nicht; deshalb seid ihr, die Nachkommen Jakobs, nicht zugrunde gegangen.“ (Maleachi 3,6)

Der Neumondtag – ausgewählte Bibelverse

4. Mose 10,10 Und an euren Freudentagen und an euren Festen und an euren Neumonden sollt ihr in die Trompeten blasen bei euren Brandopfern und bei euren Heilsopfern; und sie sollen euch bei eurem Gott in Erinnerung bringen. Ich bin der HERR, euer Gott.

Psalm 81,4 Stoßt am Neumond in das Horn und am Vollmond zum Tag unseres Festes!

1. Mose 1,14–19 Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Wölbung des Himmels werden, um zu scheiden zwischen Tag und Nacht; und sie sollen dienen als Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten (Festzeiten, Moadim) und Tagen und Jahren; und sie sollen als Lichter an der Wölbung des Himmels dienen, um auf die Erde zu leuchten. Und es geschah so. Und Gott machte die zwei großen Lichter: das größere Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht, dazu die Sterne.

Und Gott setzte sie an die Wölbung des Himmels, dass sie auf die Erde leuchteten und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. 

Und es wurde Abend und Morgen: der vierte Tag.

Psalm 89,38 Wie der Mond wird er ewig fest stehen; der Zeuge in den Wolken ist treu.

Jesaja 66,23 Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht der HERR.

Klagelieder 2,6 Er hat seine Hütte zerbrochen wie einen Garten, hat zerstört den Ort seiner Festversammlung. Der HERR hat in Zion Festversammlung und Sabbat in Vergessenheit geraten lassen und im Grimm seines Zorns König und Priester verworfen.

Nehemia 8,1 Da versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf dem Platz vor dem Wassertor; und sie sagten zu Esra, dem Schriftgelehrten, er solle das Buch des Gesetzes Mose holen, das der HERR Israel geboten hatte. Und zwar am ersten Tag des siebten Monats.

Nehemia 8,10 Und er sprach zu ihnen: Geht hin, esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet Anteile dem, für den nichts bereitet ist; denn dieser Tag ist unserem Herrn heilig. 

Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.

1. Samuel 20,18 Und Jonatan sprach zu ihm: Morgen ist Neumond; da wird man dich vermissen, wenn dein Platz leer bleibt.

Judit 6,8 Und sie fastete alle Tage ihrer Witwenschaft außer am Tag vor dem Sabbat und am Sabbat selbst, am Tag vor dem Neumond und am Neumond selbst sowie an den Festen und Freudentagen des Hauses Israel.

Jesus Sirach 43,6–8 Der Mond geht auf zu seiner bestimmten Zeit und zeigt die Zeiten an;  ein Zeichen ist er für immer. Nach dem Mond werden die Feste berechnet; er ist ein Licht, das abnimmt und wieder zunimmt. Der Neumond ist, wie sein Name sagt: Er erneuert sich selbst. Wie staunenswert ist er in seinem Wechsel! Er dient zur Bestimmung von Fristen und Festzeiten.

2. Könige 4,23 Er sprach: Warum willst du heute zu ihm gehen? Es ist doch weder Neumond noch (Fest) Sabbat. Sie aber sprach: Es ist gut.

Hesekiel 46,1 So spricht Gott, der HERR: Das Tor des inneren Vorhofs, das nach Osten sieht, soll an den sechs  Werktagen geschlossen sein; aber am (Fest)Sabbattag und am Neumondtag soll es geöffnet werden.

4. Mose 29,1 Am ersten Tag des siebten Monats sollt ihr eine heilige Versammlung halten; ihr sollt keine Dienstarbeit tun. Es ist für euch ein Tag des Posaunenblasens.

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Eingepfropft in seine Liebe – Zurück in den guten Ölbaum: 

Gedanken zum heutigen Tag – gesegnetes Chanukka 6758

Die Schrift erinnert uns daran, dass Gottes Handeln von Liebe und Gnade geprägt ist. So schreibt der Apostel Paulus:

„Denn wenn Gott dich, der du von Natur aus ein Zweig eines wilden Ölbaums warst, ausgeschnitten und gegen die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft hat, wie viel mehr wird er die natürlichen Zweige wieder in ihren eigenen Ölbaum einpfropfen.“ (Römer 11,24)

Das Einpfropfen ist ein Bild für die Wiederherstellung der Beziehung zwischen Gott und Mensch. Der wahre Sabbat, gezählt nach dem Mond, ist dabei das Liebeszeichen zwischen Gott und seinem Volk – ein Zeichen der Zugehörigkeit, der Ruhe und der Heiligung. Das Halten des wahren Sabbats ist ein Ausdruck dieses Einpfropfens in den guten Ölbaum.

Dieses Liebeszeichen gilt nicht nur einem Volk allein. Christen wie auch Juden sind eingeladen, den wahren Sabbat anzunehmen und sich neu in Gottes Ordnung und Liebe hineinzustellen.

Unsere Lebensenergie, unsere Hoffnung und die wahre Lehre schöpfen wir aus dem Geist von Yahushua. Er ist der Schöpfer selbst, der sich aus Liebe zu uns erniedrigt hat und Mensch wurde. Er hat sich persönlich in sein eigenes Werk hineingegeben, um uns zu erschaffen, zu erlösen und zu erneuern. Er liebt uns und fordert nichts von uns, was er uns nicht zuvor selbst vorgelebt hat.

Der Reifeprozess unseres Erdenlebens ist eine Herausforderung. Doch er ist nicht sinnlos. Wenn wir ihn mit Hingabe annehmen, dürfen wir hoffen, den Siegeskranz zu empfangen. Dieser Kampf lohnt sich – davon dürfen wir gewiss sein.

Nun liegt der Siegeskranz für mich bereit, die Gerechtigkeit, die der Herr, der gerechte Richter, mir an jenem großen Tag geben wird – und nicht nur mir, sondern auch allen anderen, die ihn lieben und auf sein Kommen warten.( 2Tim 4,8 )

Darum kämpfe für eine klare innere Ausrichtung auf die Wahrheit und bringe sie in deinem Leben, in all deinem Tun, zum Ausdruck. Lebe dein Leben im Halten aller zehn Gebote, lerne deinen Schöpfer und Erlöser zu lieben und ihn in Wahrheit anzubeten.

Denn von ihm heißt es:

Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten; (Johannes 14,15)

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Chanukka – Yahushua und die Festzeiten des Schöpfers

 Eine Betrachtung zu Lukas 2,22–40 im Licht des biblischen Festkalenders

 Einleitung:

Das Lukasevangelium berichtet nicht nur von historischen Ereignissen rund um die Geburt Jesu, sondern offenbart auch eine tiefe Verbindung zwischen seinem Leben und den von Gott eingesetzten Festzeiten. Besonders Lukas 2,22–40 zeigt, wie eng Yahushuas frühes Leben mit dem Tempeldienst und dem göttlichen Heilsplan verwoben ist. Diese Betrachtung stellt die Ereignisse bewusst in den Zusammenhang des ursprünglichen Schöpferkalenders.

„Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Mose vollendet waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen.“ (Lukas 2,22)

Die Weihung Jesu im Tempel :

In der Zeit des Winterfestes Chanukka brachten die Eltern Jesus nach Jerusalem, um ihn im Tempel zu weihen. Dort wird er vom gottesfürchtigen Simeon und der Prophetin Hanna erkannt, die ihn als den Trost Israels und das Licht der Welt preisen.

„Denn meine Augen haben dein Heil gesehen, das du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel.“ (Lukas 2,30–32)

Simeons Prophezeiung:

Simeon ist ein gerechter und frommer Mann, dem der Heilige Geist offenbart hatte, dass er den Tod nicht sehen würde, bevor er den Christus des Herrn gesehen hatte. Vom Geist geführt, kommt er in den Tempel, nimmt das Kind Jesus in die Arme, preist Gott und spricht prophetische Worte. Er bezeichnet das Kind als das „Heil vor allen Völkern“, als „Licht zur Erleuchtung der Heiden“ und als „Herrlichkeit für Israel“.

„Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: ‚Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass viele in Israel fallen und auferstehen; und ein Zeichen, dem widersprochen wird.“ (Lukas 2,34–35)

Hannas Zeugnis:

In derselben Stunde tritt die Prophetin Hanna hinzu, eine hochbetagte Witwe, die ständig im Tempel diente. Auch sie preist Gott und spricht von Jesus zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.

„Und sie trat zur selben Stunde hinzu, pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.“ (Lukas 2,38)

Die Weisen aus dem Morgenland:

Nachdem Maria und Josef alles erfüllt haben, was das Gesetz verlangte, kehren sie nach Betlehem zurück. Noch in derselben Woche erreichen die weisen Könige aus dem fernen Osten das Kind. Sie beten es an und bringen ihm Geschenke dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Zu diesem Zeitpunkt ist Jesus/Yahushua etwa 2,5 Monate alt, da er am Versöhnungstag (Jom Kippur) im Herbst geboren wurde.

„Und sie gingen in das Haus, sahen das Kind mit Maria, seiner Mutter, fielen nieder und beteten es an; und sie taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.“ (Matthäus 2,11)

Yahushua und der biblische Festkalender:

Yahushuas Zeugung, Geburt und Weihung sowie später sein Lebenszeugnis und seine Wundertaten passen auf bemerkenswerte Weise zu den heiligen Festzeiten des Alten Testaments. Damit bestätigt er die Bedeutung der ursprünglich von Gott eingesetzten Festzeiten.

„Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.“ (Matthäus 5,17)

Weder das Judentum noch das Christentum haben jedoch den vollständigen Kalender des Schöpfers bewahrt. Sowohl der Samstagssabbat als auch der Sonntagsruhetag werden heute nach dem gregorianischen Kalender gezählt. Der biblische Ruhesabbat und die Festzeiten des Schöpfers hingegen werden durch die Mondgesichter angekündigt.

Es scheint, als sei beiden Religionsgruppen jeweils nur ein Teil der Erkenntnis gegeben worden. Erst durch das Zusammenfügen dieser Teilstücke beginnt sich die wahre Ausrichtung auf die göttliche Ordnung zu zeigen.

Der Schlüssel zur Erkenntnis:

Der Schlüssel zur Erkenntnis liegt im Halten aller zehn Gebote – einschließlich des Ruhesabbats – und in der Annahme, dass Yahushua Gott selbst ist, der als Mensch unter uns lebte. Er kam als Vorbild, um uns seine Liebe zu zeigen und uns den Weg zum ewigen Leben zu offenbaren.

„Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.“ (Hebräer 13,8)

Abschluss:

Die Erforschung des ursprünglichen Schöpferkalenders eröffnet einen tieferen Zugang zur Lebensgeschichte Yahushuas und zu seinen Predigten. Seine Worte und Taten im direkten Zusammenhang mit den biblischen Festzeiten zu betrachten, schenkt eine neue Tiefe des Verständnisses und lässt Gottes Wort in einem klareren, umfassenderen Licht erscheinen.

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Lerne den Mond lesen

„Ein Leitfaden zur Beobachtung der Mondphasen im Einklang mit dem Schöpferkalender“

Gott möchte, dass wir ihm freiwillig nachfolgen. Die Schwierigkeit, seine Festzeiten zu finden, gibt uns die Möglichkeit, unsere Liebe und Ausdauer zu zeigen. Der Sabbat ist das vierte Gebot – der Verlobungsring zwischen Gott und seinem Volk. Doch alle Gebote sollen wir bestmöglich leben. In diesem Reifeprozess begleitet er uns.

Er prüft dein Herz: Welche deiner Gedanken setzt du in Taten um?

Er spricht mit dir im Gebet. Suche ihn zu seiner Zeit – wenn er sich finden lässt.

„Im Licht der Mondsichel“

Hast du am Neumond die zarte Mondsichel am Abend entdeckt – oder von jemandem gehört, der sie gesehen hat? Dann weisst du: Morgen beginnt die Zählung der Arbeitswoche. Denn am Morgen beginnt der Tag und sechs Arbeitstage liegen nun vor uns. Die Mondsichel wird jeden Abend im Westen etwas heller und etwas länger sichtbar bleiben. Am Rüsttagabend ist sie dann perfekt halb. Am nächsten Morgen erreichen wir den siebten Tag der Woche, den Tag der Ruhe – den Sabbat. Vom Neumond aus gezählt ist dies der achte Tag.

Am Rüsttagabend sollte die Sichel exakt halb sein. Ist sie schon etwas weiter fortgeschritten, weist sie darauf hin, dass der Monat nur 29 Tage haben wird. Der Mond wirkt dann, als sei er „in Eile“. Ein vollkommener Monat hingegen hat 30 Tage und zwei Neumondtage. Deshalb freuen wir uns nicht, wenn der Mond zu schnell wächst.

Der Weg zum Vollmond

Auch in der zweiten Woche nimmt der Mond stetig zu. Am Rüsttagabend leuchtet er in voller Kraft – gross, rund und strahlend. Punktgenau zum Sonnenuntergang steigt er im Osten auf und erhellt die ganze Nacht, bis er am Morgen zeitgleich mit dem Aufgang der Sonne im Westen untergeht.

Es ist der Morgen des 15. Tages: erneut ein Sabbat der Ruhe.

Abnehmender Mond und dritter Sabbat

In der dritten Woche geht der Mond jeden Abend etwas später auf. Am Rüsttag erscheint er erst um Mitternacht im Osten. Als perfekter Halbmond leuchtet er bis in den Morgen und weiter bis zur Mittagszeit. Am Sabbatmorgen steht die halbe Mondsichel hoch am Himmel. Erst um die Mittagszeit wird er untergehen.

Dies ist der 22. Tag des Monats – ein weiterer Sabbat der Ruhe.

Die letzte Woche und der letzte Sabbat

In der vierten Arbeitswoche schwindet der Mond weiter. Am frühen Morgen zeigt er sich als dünne Sichel im Osten, wird mit jeder Nacht zarter und erscheint später. In der Rüsttagnacht bleibt der Himmel vollständig dunkel.

Und auch der letzte Sabbat des Monats ist mondlos – der 29. Tag. Dies ist der Tag der Konjunktion, im gregorianischen Kalender „Neumond“ genannt. Im Schöpferkalender jedoch bezieht sich die Bezeichnung des Neumondtags auf die Sichtung der Mondsichel.

Neumondtage: Beobachten, Sammeln, Berechnen

Der folgende Tag, der 30., ist bereits ein Neumondtag – ein Tag des Versammelns, des Hörnerblasens und der Verkündigung. Wir treffen uns am Morgen zur Bibelstunde, am Nachmittag zum Musizieren und zu herzlichem Beisammensein. In der Dämmerung gehen wir gemeinsam hinaus und beobachten als „Neumondwächter“ den Westhimmel. Oft wissen wir schon im Voraus, ob die Sichel sichtbar sein wird.

Etwa jeden zweiten Monat verkürzt sich der Zyklus auf 29 Tage. Dann erscheint der Mond bereits nach einem Neumondtag. Dann wird aus dem 30. Tag der erste des neuen Monats. In diesem Fall wissen wir, dass morgen die Arbeitswoche beginnt – die erste Sichtung der filigranen Mondsichel, die nur kurz im Abendhimmel zu sehen ist, ist das klarste Zeichen dafür, dass für dich – dort, wo du wohnst – der Monat beginnt. Etwa 30 Minuten bis 1,5 Stunden nach Sonnenuntergang wird auch der Mond untergehen. Wir stossen ins Horn und nehmen Kontakt mit gleichgesinnten Freunden auf, um ihnen dieses Zeichen zu bestätigen.

Wenn wir die Mondsichel nicht sehen, weil es zu bewölkt ist, sind wir dankbar für die Kontaktaufnahme mit Freunden, die an einem anderen Ort Ausschau halten.

So oder so: Wir stossen ins Horn und prüfen unsere Berechnungen, bevor wir sie frühestens am darauffolgenden Tag online stellen.

Ist der Himmel klar und frei im Westen und dennoch zeigt sich keine Mondsichel, dann wissen wir, dass wir einen zweiten Neumondtag haben. Auch dann stossen wir ins Horn und nehmen Kontakt mit unseren Freunden auf, um ihnen dies zu bestätigen.

Gemeinsames Prüfen und Entscheiden

Am nächsten Morgen treffen wir uns zum Brunch. Nicht immer ist sofort klar, ob es einen zweiten Neumondtag gibt oder nicht. Beim gemütlichen Zusammensein sortieren wir alles in Ruhe:

• Wie hat sich der Mond in diesem Monat gezeigt?

• War er in Eile, oder passten die Mondgesichter perfekt auf die jeweilige Rüsttagnacht vor dem Sabbat?

• Haben wir Sichtungsberichte von Freunden erhalten?

• Was sagt unser Tunewest-Kalender?

• Und wie stehen die aktuellen Konjunktions- und Prozentwerte?

Im Gebet bitten wir unseren Schöpfer um Weisheit: Welche Hinweise sollen wir stärker gewichten?

Solche Entscheidungen sind manchmal anspruchsvoll. Durchschnittlich zwei- bis dreimal im Jahr geraten wir in solche Situationen. Und besonders vor wichtigen Festzeiten prüfen wir sorgfältiger, um den richtigen Starttag zu wählen. Dieses ernsthafte Suchen gehört zu unserem Weg.

Gottes Gnade im Mondzyklus

Ist es schlimm, wenn wir uns einmal irren?

Nein. Gott hat durch die Verkürzung des Mondzyklus zur Zeit der Kreuzigung die Berechnung seiner heiligen Zeiten erschwert – und uns dadurch gleichzeitig Raum für seine Gnade gegeben. Er sieht unsere Bereitschaft, uns korrigieren zu lassen. Er prüft, ob wir uns seinem Willen unterordnen wollen, und freut sich mit uns, wenn wir im Verlauf des Monats erkennen, dass wir richtig entschieden haben.

Dieser Weg fordert nicht nur Hingabe, sondern auch Reife, Mut und die Fähigkeit, im Vertrauen Entscheidungen zu treffen – für uns und für unsere Gemeinschaft.

Nachfolge aus Liebe

Gott möchte, dass wir ihm freiwillig nachfolgen. Die Schwierigkeit, seine Festzeiten zu finden, gibt uns die Möglichkeit, unsere Liebe und Ausdauer zu zeigen. Der Sabbat ist das vierte Gebot – der Verlobungsring zwischen Gott und seinem Volk. Doch alle Gebote sollen wir bestmöglich leben. In diesem Reifeprozess begleitet er uns.

Er prüft dein Herz: Welche deiner Gedanken setzt du in Taten um?

Er spricht mit dir im Gebet. Suche ihn zu seiner Zeit – wenn er sich finden lässt.

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Wie gestalte ich den Ruhe-Sabbat

Wie du den Ruhe-Sabbat persönlich gestaltest liegt in deiner Verantwortung.

Der Ruhe Sabbat ist das Zeichen zwischen Gott und seinen Menschenkindern. Aber wie sollen wir diesen halten?

Im Galaterbrief finden wir beschrieben, dass wir uns gegenseitig nicht verurteilen sollen, wie wir den Sabbat gestalten. Das wir ihn zu halten haben ist klar! Gott geht diesen Weg mit dir ganz persönlich und fördert dich in deinem Wachstum.

Zu diesem Thema haben wir ein Video aufgenommen, dass dir schon mal einen guten Überblick gibt.

Oder du liest dir diesen Input durch, so kriegst du einige Leitsätze die dir Helfen können den Ruhe Sabbat zu bewahren.

Nimm dir Zeit am Ruhe-Sabbat und pflege deinen Herzensgarten

Gott hat den Ruhe-Sabbat ausgewählt damit du Zeit hast deine Beziehung zu ihm zu fördern. Diese Beziehung ist wie ein Garten und braucht pflege. Unkraut wächst von selbst und überwuchert deinen Herzensgarten. Gott möchte aber in dir gute Früchte kultivieren und mit seiner Hilfe wirst du einen wunderschönen Platz erstellen. Einen Ort des Friedens in dem dein Gott dir begegnen kann. In deinem Herzen gibt es einen Platz, der nur für diese Beziehung angelegt ist. Wenn du diesen nicht mit deinem Schöpfer auffüllst, dann fühlt es sich wie ein leeres Loch an. Ein Gefühl von Leere und Sehnsucht treibt dich an und scheint nur mit Ablenkung erträglich zu sein. Sport, Arbeit, Essen, Joga, Drogen, usw… können dann diesen Platz kurzfristig einnehmen, aber den Hunger nach der Liebe Gottes nicht wirklich stillen.

Wenn du beginnst den wahren Sabbat zu halten und dir die Zeit nimmst dich nach deinem Schöpfer auszustrecken, dann merkst du, dass das seelische Arbeiten beginnt. Dass bedeutet Ablenkung zu vermeiden und diese Sehnsucht nach der Liebe Gottes auszuhalten.

Warum soll ich die Beziehung mit Gott fördern?

-Gott will Gutes in Dich pflanzen

-finde Trost & Heilung 

-finde die Quelle des Lebens

-finde Vertrauen auf Gott 

-werde Beziehungsfähig

Wie mache ich das, und was soll ich dabei beachten?

ZEIT FÜR STILLE:

..Gedanken aushalten, sortieren

..Ablenkungen vermeiden

ZEIT FÜR GOTT:

..schlage die Bibel auf und lese

..spreche mit Gott im Gebet

..zuhören nicht vergessen!

ZEIT FÜR DICH

..Körperpflege, Spaziergang, Bad, Sport

ZEIT FÜR KREATIVITÄT

..ohne Erfolgsdruck, soll dich beruhigen

..nicht nach Aussen orientiert 

..im Jetzt/ Ewigkeitswert

ZEIT FÜR BEZIEHUNGEN:

Als erstes mit Gott, 

dann mit dir selbst, und mit denen, 

die in deiner Verantwortung stehen..

Wie Schütze ich meinen Herzensgarten vor Unkraut, wie Sorgen, Reichtum und Genüssen ?

..diese sind nicht prinzipiell schlecht, aber können Dich überwuchern.

In Mat.13.1-23 findest du die Warnung, dass Sorgen, Reichtum und Genüsse deinen Herzensgarten zuwuchern können und verhindern, dass Gottes gute Samen in dir wachsen können.

Mat.13.1- 23

An jenem Tag aber ging Jesus aus dem Haus hinaus und setzte sich an den See. Und er redete vieles in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Siehe, der Sämann ging hinaus zu säen; und indem er säte, fiel einiges an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf. Anderes aber fiel auf das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und sogleich ging es auf, weil es nicht tiefe Erde hatte. Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. Anderes aber fiel unter die Dornen; und die Dornen sprossen auf und erstickten es. Anderes aber fiel auf die gute Erde und gab Frucht: das eine hundert-, das andere sechzig-, das andere dreißig⟨fach⟩. 

Wer Ohren hat, der höre! Und die Jünger traten hinzu und sprachen zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen?

Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Weil euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu wissen, jenen aber ist es nicht gegeben; denn wer hat, dem wird gegeben und überreichlich gewährt werden; wer aber nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, genommen werden. Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehend nicht sehen und hörend nicht hören noch verstehen;und es wird an ihnen die Weissagung Jesajas erfüllt, die lautet: »Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahrnehmen; denn das Herz dieses Volkes ist dick geworden, 

und mit den Ohren haben sie schwer gehört, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.« Glückselig aber eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören; denn wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr anschaut, und haben es nicht gesehen; und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört. 

Hört nun ihr das Gleichnis vom Sämann: 

Sooft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, kommt der Böse und reißt weg, was in sein Herz gesät war; dieser ist es, bei dem an den Weg gesät ist. Bei dem aber auf das Steinige gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört und es sogleich mit Freuden aufnimmt; er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist nur⟨ein Mensch des Augenblicks; und wenn Bedrängnis entsteht oder Verfolgung um des Wortes willen, nimmt er sogleich Anstoß. Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört, und die Sorge der Zeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht. Bei dem aber auf die gute Erde gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört und versteht, der wirklich Frucht bringt; und der eine trägt hundert-, der andere sechzig-, der andere dreißig⟨fach⟩.

Die Wölkchen unten auf der Zeichnung sind Beispiele für persönliche Vorsätze die dir helfen können, dich am Sabbat abzugrenzen.

Hast du den Esel auf der Zeichnung entdeckt?

Auch Jesus wurde gefragt, wie der Sabbat zu halten sei:

» Mt 12,11 Jesus antwortete: »Stellt euch vor, einer von euch hat nur ein Schaf oder ein Esel und das fällt an einem Sabbat in eine Grube. Packt er dann nicht zu und holt es heraus?

Also eine gute Tat am Sabbat hat durchaus seine Berechtigung. Nimm dir aber einen kurzen Moment Zeit, um inne zuhalten und Frage im Gebet, ob es im Willen Yahushuas ist, dass du hier Hilfe leistest. Denn vielleicht ist deinWunsch Gutes zu tun, einfach ein Ablenkungsmanöver, das dir die Zeit mit Gott rauben möchte. Vorallem gläubige Christen haben dieses «Helfersyndrom». Denn besonders am Sonntag in den Kirchen wird gepredigt, dass «Gutes tun niemals Schlecht sein könnte». Dabei müssen wir immer nachfragen, ist es an mir hier zu helfen? Auch das Helfen darf nicht über dem Willen des Schöpfers gestellt werden.

Im Gegensatz dazu finden wir in vielen psychologischen Ratgebern die Aufforderung, dass wir uns selbst lieben müssen, um den Nächsten lieben zu können. Zuviel Selbstliebe und nur noch Me-Time ist auch am Ziel vorbei geschossen. Es ist eine Balanceakt und gut dass wir am Sabbat Zeit haben uns zu hinterfragen, welchen Seitenschlag wir gerade einnehmen.

Ja du bist wichtig, denn Gott möchte mit dir in Beziehung kommen.

Bei allen Bemühungen dürfen wir nicht vergessen, dass das erste Gebot lautet: Liebe Gott mit deinem Ganzen Herzen!

Wie kann ich es üben Gott zu lieben, wie fühlt sich das an und wie drückt sich diese Liebe in meinem Leben aus?

Ich empfinde es so: Wenn ich die Stille aushalten kann, alle unruhigen Gedanken gewichen sind, spüre ich eine Geborgenheit, eine fliessende Liebe. Die komplette Zuversicht, dass er da ist – und einen guten Plan mit mir hat.

In diese Ruhe zu finden bleibt das Ziel und jeden Sabbat erneut eine Herausforderung.